Haneke als Opern-Regisseur

Premiere

Haneke als Opern-Regisseur

Der österreichische Filmregisseur Michael Haneke ist eine Weltberühmtheit. Für sein Psycho-Kammerspiel Amour hat er bereits 24 Preise kassiert, darunter einen Golden Globe. Und auch für die Oscar-Nacht (Verleihung ist am 24. Februar in Los Angeles) kann er sich berechtigterweise Hoffnungen machen. Immerhin ist Amour in gleich fünf Kategorien nominiert.

Mortier
Zur Globe-Verleihung flog der gebürtige Niederösterreicher übrigens aus Madrid ein. Wie das? In Spaniens Hauptstadt inszeniert Haneke gerade … nein, keinen neuen Film, sondern sensationellerweise eine Mozart-Oper. Der Belgier Gerard Mortier, ehemaliger streitbarer Intendant der Salzburger Festspiele und aktueller Direktor des Teatro Real (des königlichen Opernhauses), lud den Filmregisseur ein, Mozarts Così fan tutte in Szene zu setzen.

„Die Musik schafft einen expressiven Reichtum, der jedes Wort übersteigt. Das ist das Wunderbare an der Oper, und das unterscheidet sie von Film und Theater“, schwärmte Haneke in einem Zeit-Interview.

Premiere
Die Così-Premiere wird der Regisseur leider nicht miterleben können. Denn sie geht zur gleichen Zeit über die Bühne wie die Oscars. Mortier: „Wir haben uns darauf verständigt, dass er die Premieren-Besucher in einem Schreiben um Verständnis bittet.“

(hir)

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