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Hexerei in der Staatsoper

Oper

Hexerei in der Staatsoper

Eine musikalisch außergewöhnliche Premiere stand gestern auf dem Spielplan der Wiener Staatsoper: Der Berliner Pultstar Christian Thielemann, als Musikdirektor der Bayreuther Festspiele, der Staatskapelle Dresden und der Osterfestspiele Salzburg der mächtigste Musiker der Welt, hatte sich gewünscht, mit den Wiener Philharmonikern Engelbert Humperdincks von Wagner und Volksliedern inspiriertes spätromantisches Märchenspiel Hänsel und Gretel zu musizieren. „Ich liebe diese Oper und halte sie für ganz große Musik“, sagte der beste Wagner-Dirigent unserer Zeit.

Die von Thielemann als „nobel“ bezeichnete naturalistische Inszenierung des englischen Shakespeare-Spezialisten Adrian Noble ist deutlich weniger aufregend als die wagnerianischen Klangeruptionen aus dem Orchestergraben. Eine viktorianische Familie am Weihnachtsabend bildet den Rahmen für das Grimm’sche Märchen mit Lebkuchenhaus und böser Knusperhexe, welche die Kinder im Ofen braten will. Die bayerische Wagner-Heroine Michaela Schuster verkörpert die Hexe mit gewaltiger Stimme und gefährlichem Charme.

E. Hirschmann-Altzinger

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