Jubel für Familienhöllen-Drama

Kritik

Jubel für Familienhöllen-Drama

Mit einer furiosen Inszenierung von Gorkis kapitalismuskritischem Familiendrama Wassa Schelesnowa feiert der einstige Regie-Rebell Andreas Kriegenburg sein Comeback am Burgtheater. Im Mittelpunkt der atemberaubenden, mit Samowar und russischen Leinenkleidern atmosphärisch dichten Aufführung von Gorkis Familienhölle-Kammerspiel steht das geniale Bühnenbild des Salzburgers Harald B. Thor: Eine an das Oberdeck eines Schiffes erinnernde, gewölbte, kippbare Holzkonstruktion dient als rutschige Spielfläche, Dach oder Riesenschaukel.

Mord. Christiane von Poelnitz beeindruckt als beinharte Unternehmerin Wassa Schelesnowa, die mit allen Mitteln den Familienbetrieb zu retten versucht. Dafür opfert sie, unterstützt von ihrer Tochter (Andrea Wenzl) und dem Verwalter (Dietmar König), ihre missratenen Söhne (Martin Vischer und Tino Hillebrand), deren anlassige Frauen (Frida-Lovisa Hamann und die tolle Aenne Schwarz) sie unter ihre Fittiche nimmt, ihren notgeilen Schwager (Peter Knaack) und die Dienstmagd (süß: Alina Fritsch), die sie zum Kindsmord gezwungen hat. Jubel.

E. Hirschmann-Altzinger

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