Muliar:

In Memoriam

© APA/Barbara Gindl

Muliar: "Ich glaube an kein Jenseits"

Zeitlebens hatte Fritz Muliar etwas zu sagen. Hier ist eine Sammlung seiner Zitate.

"Ich bin überzeugter sozialdemokratischer Monarchist."

"Panik ist bei mir Lebensphilosophie, seit ich im Jahr 1942 in der Nazizeit als Soldat verhaftet wurde."

"Komiker sollen entweder ganz dumme Leute sein oder sehr gescheite. Die, die so viel nachdenken, de san meistens kane Komiker."

"Solange ich arbeiten kann, werde ich das tun."

"Ich möchte gerne der älteste aktive Schauspieler Österreichs sein."

"Wenn man weiß, wie schnell ein Leben zu Ende sein kann, fürchtet man sich."

"Ich glaube an kein Jenseits. Ich möchte auch nicht als Baumwanze wiedergeboren werden."

"Ich habe Kreisky verehrt und war mit ihm befreundet. Knapp vor seinem Tod hat er mich noch nach Hause eingeladen. Da hat er nicht mehr gesprochen und nur noch am Schluss gesagt: 'Du warst mir immer ein guter Freund.'"

"Erstens bin ich ein Patriot, ich bin für Österreich im Gefängnis gesessen. Und zweitens lasse ich mich von diesem Rotzbuben nicht beleidigen." (über Claus Peymann)

"Ich will nicht in Wien leben und am Abend in Bochum Theater spielen." (über die Entwicklung des Burgtheaters unter Claus Peymann)

"Wir haben damals zwei Tage nach der Staatsvertragsunterzeichnung geheiratet, und eine Zeitung schrieb: 'Österreich hat seine Freiheit gewonnen, Muliar hat seine verloren.' Und Außenminister Leopold Figl hat mir persönlich gratuliert. Mit den Worten 'Mach dir nix draus'." (zur Hochzeit mit Franziska Kalmar)

"Als er dann bei der Angelobung vom Kabinett Schüssel II dieses berühmte ernste Gesicht gemacht hat, habe ich begonnen, ihn zu lieben." (über Thomas Klestil)

"Alles auf null stellen. Alexander Wrabetz ist ein guter Mann, alle sind bemüht, einiges ist besser geworden, vor allem die Nachrichten. Trotzdem: Die ORF-Reform noch einmal von vorne anfangen. Mir ist das Programm zu wenig österreichisch, es fehlt das große Fernsehspiel."

"Ich will die Krot nicht mehr schlucken, die ich noch bei der Wahl der ORF-Direktoren geschluckt habe." (vor dem Abschied aus seiner Funktion als ORF-Stiftungsrat)

"Ich bin schon sehr oft grantig." (über sein "Alterslaster")

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