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Musik-Bilanz: Jonas Kaufmann betört alle

Kultur

Musik-Bilanz: Jonas Kaufmann betört alle

Musik. Seit seinem Lohengrin in Bayreuth ist Jonas Kaufmann, der fesche Bayer mit der schwarzen Lockenmähne und dem Big Smile, der begehrteste Heldentenor unserer Zeit. Sein vitaler, baritonal gefärbter Tenor verfügt nicht nur über enorme Kraftreserven, sondern auch über ein ergreifend zartes Piano, sein leicht kehliges Timbre erinnert an den jungen Domingo. Mit dem spanischen Tenorissimo teilt er auch die Fähigkeit, binnen weniger Minuten einzuspringen. Zuletzt sang er anstelle des erkrankten Klaus Florian Vogt den Florestan in Beethovens Fidelio unter Barenboim an der Mailänder Scala, vor zwei Jahren rettete er eine Bohème mit Anna Netrebko bei den Salzburger Festspielen, als Piotr Beczala die Stimme verlor.

Der Schönste. In Österreich hat Kaufmann, von der Bild-Zeitung als „Schönster Opernsänger der Welt“ und von der New York Times als „The World’s Greatest Tenor“ gefeiert, heuer „nur“ Liederabende gegeben, und auch die sind hinreißend. Am 13. Dezember beglückte er im Wiener Konzerthaus mit Schumann und Richard Strauss: lyrisch, schwermütig, sehnsüchtig, witzig.

Festspiele. 2015 wird er in Salzburg wieder Oper singen: Bei den Osterfestspielen ist er unter Thielemann in Cavalleria rusticana und Bajazzo zu erleben, im Sommer unter Welser-Möst als Florestan in Fidelio.

E. Hirschmann-Altzinger

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