Staatsoper punktet mit US-Super-Diva

Opern-Kritik

Staatsoper punktet mit US-Super-Diva

Oper. Wien hat wieder eine wunderbare Marschallin. In der 44 Jahre alten ­Rosenkavalier-Inszenierung von Otto Schenk, die der große Komödiant 2010 wiederaufgenommen hat, singt erstmals US-Super-Diva Renée Fleming die Fürstin Werdenberg. Fleming ist nicht nur bildschön, sie ist auch eine überzeugende Sängerin mit toller Höhe und verschwebend leisen Tönen. Nicht nur die Marschallin in der genialen „wienerischen Maskerad“ von Strauss und Hofmannsthal hat Größe, Renée Fleming hat sie auch; den Verlust des Geliebten trägt sie mit Fassung. Ihr Monolog über die verrinnende Zeit und das Altern, Die Zeit, die ist ein sonderbar Ding, wurde zum Ereignis, die Sängerin mit Jubelgeschrei in die 1. Pause entlassen.

Bravour. Neben Fleming beeindruckte Sophie Koch als Octavian. Mojca Erdmann, die als Sophie ihr Staatsoperndebüt gab, ließ sich zwar wegen einer Bronchitis ansagen, meisterte die Partie, sieht man von einem Spitzenton im 2. Akt ab, aber bravourös. Peter Rose kann gut Deutsch, den polternden Ochs im Wiener Dialekt kann er freilich nicht. Adam Fischer dirigiert routiniert, aber so laut, dass man oft die Sänger kaum hört.

Elisabeth Hirschmann

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