Alfons Haider

© Prader

"Herr Holender sucht jährlich ein Opfer"

ÖSTERREICH: Was sagen Sie zur Entwicklung der „Staatsaffäre Opernball“?
Alfons Haider: Ich will mich dazu grundsätzlich nur mit einem einzigen Satz äußern: Ich freu mich schon sehr auf den Opernball 2009.
ÖSTERREICH: Mit Alfons Haider als ORF-Moderator?
Haider: Ja. So wurde es mit den Entscheidungsträgern im ORF – Generaldirektor Wrabetz, Programmdirektor Lorenz, Unterhaltungschef Böhm – fix vereinbart. Meine Vorgesetzten sitzen nicht in der Staatsoper, sondern am Küniglberg.
ÖSTERREICH: Sind Sie jetzt per Du mit Holender oder nicht?
Haider: Selbstverständlich. Er kann sich nur nicht mehr daran erinnern. Es war letztes Jahr nach der Generalprobe, in der Opernkantine. Da hat er mich laut und vernehmlich geduzt.
ÖSTERREICH: Dass er Sie damals geduzt hat, heißt aber noch nicht, dass er Ihnen das Du-Wort angeboten hat ...
Haider: Nun, Herr Holender ist ja ein viel beschäftigter Mann. Da kann man einmal was vergessen. Mir ist das Sie jetzt auch wieder lieber.
ÖSTERREICH: Warum will er Sie als Moderator „killen“?
Haider: Er spielt da ein Spiel, bei dem ich nicht mitspielen will. Ich mach doch den Opernball schon zwölfmal, immer zu aller Zufriedenheit. Holender sucht sich jedes Jahr doch irgendein Opfer – diesmal bin es halt ich. Mein erster Gedanke war: Da schau her, Sauregurkenzeit im Dezember!
ÖSTERREICH: Holender meint, Künstler würden Interviews mit Ihnen meiden.
Haider: Ich kenn keinen Einzigen, der mir je am Opernball aus dem Weg gegangen wäre. Ich hab schon so viel überlebt und ich werde auch das überleben ...

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