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Williams: Michael J. Fox

Parkinson-Enthüllung

Williams: Michael J. Fox "fassungslos"

Der verstorbene Hollywoodstar Robin Williams war an Parkinson erkrankt. Der Schauspieler, der sich am Montag in seinem Haus bei San Francisco das Leben nahm, litt an der Krankheit in einem frühen Stadium, teilte seine Frau Susan Schneider mit. "Es war eine weitere Angst und Last in seinem Leben." Michael J. Fox, selbst seit mehr als 20 Jahren unter Parkinson leidend, reagierte schockiert.

Williams sei so tapfer gewesen, "als er seine Schlachten gegen die Depression, Ängste und auch die frühe Phase der Parkinson-Erkrankung schlug", schrieb seine Frau. Er sei noch nicht so weit gewesen, die Krankheit öffentlich mitzuteilen. "Robin hat so viel Zeit seines Lebens damit verbracht, anderen zu helfen", schrieb Schneider. Nach seinem tragischen Tod hoffe sie, dass andere daraus Kraft schöpfen und Hilfe suchen, um ihre Probleme in den Griff zu bekommen.

"Ein wahrer Freund. Ich wünsche ihm Frieden", schrieb Fox ("Zurück in die Zukunft", "Chaos City") bei Twitter über Williams. Fox ist 53, zehn Jahre jünger als sein Freund und Kollege Williams, und weiß seit 1991 von seiner Erkrankung. Er ist in den USA das bekannteste Gesicht im Kampf gegen die Schüttellähmung und deutlich von ihr gezeichnet. Nun reagierte er "fassungslos". Er sei sich "recht sicher", dass der Komiker schon vor dessen eigenen Diagnose seiner Stiftung im Kampf gegen das Nervenleiden geholfen habe, schrieb Fox.

Parkinson ist eine nervenbedingte Bewegungsstörung, die vor allem ältere Menschen trifft. Bei der unheilbaren Krankheit sterben Nervenzellen ab, die Kontrolle über Gliedmaßen geht verloren, typisches Zittern tritt auf.

Freitod nach langem Leiden
Williams, der Oscar-Preisträger und dreifache Vater, war am Montag in seinem Haus tot aufgefunden worden. Williams litt seiner Sprecherin zufolge schon seit längerem unter schweren Depressionen, war lange alkoholsüchtig und hatte früher auch Rauschgift genommen. Mit Schneider, seiner dritten Frau, war er seit 2011 verheiratet. Für seine Rolle als einfühlsamer Psychotherapeut in "Good Will Hunting" hatte er 1998 den Oscar bekommen.

Zuletzt war Williams in den Filmen "Der Butler" (2013) und "The Big Wedding" (2012) im Kino zu sehen. Für die Comedy-Fortsetzung "Nachts im Museum 3 - Das geheimnisvolle Grabmal", die im Dezember in die Kinos kommen soll, stand er noch bis vor kurzem vor der Kamera.

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