27. Februar 2010 16:36
Vorwürfe. „Albert Fortell ist ein Betrüger“, wettert Marius Fortelni (55)
auf seiner – etwas ungewöhnlichen – neuen Website
www.albertfortellhatmichbetrogen.com. Und treibt damit den Erbstreit mit
seinem Bruder, Schauspieler Albert Fortell (57; u. a. Schlosshotel Orth) auf
die Spitze.
Seit nunmehr zwei Jahren liefern sich die aus gutem Hause stammenden Männer
einen erbitterten Kampf um den Nachlass ihrer Eltern. Am kommenden
Donnerstag, 4. März, will Marius Fortelni nun vor Gericht beweisen, dass ihm
sein Bruder 1, 5 Millionen Euro schuldet. Ein Treuhandvertrag zwischen
Albert Fortell (gebürtig Adalbert Fortelni) und seiner Mutter Gertrude
(siehe rechts) soll „endlich Gerechtigkeit bringen“, wie der Bruder des
TV-Stars versichert.
Worum es geht.
Albert Fortell, Ehemann von Schauspiel-Star
Barbara Wussow (48), soll laut seinem zwei Jahre jüngeren Bruder die gesamte
Erbschaft unterschlagen haben (es gilt die Unschuldsvermutung). Konkret geht
es um Immobilien im Wert von 2 Millionen Euro (3 Eigentumswohnungen im 19.
Wiener Bezirk und ein Eigentumsgeschäftslokal am Neuen Markt in der
Innenstadt), Bargeld in der Höhe von 250.000 Euro und Antiquitäten, Schmuck,
sowie Bilder im Gesamtwert von „mindestens 1 Million Euro“, wie Marius
Fortelni auf seiner Internet-Seite zusammenfasst.
Alles weg.
Marius Fortelni fühlt sich von seinem Bruder um den
50-prozentigen Erbanteil geprellt. Dieser wiederum behauptet, ihm würden die
geerbten Immobilien allein zustehen, Barvermögen habe es ohnehin kaum eines
gegeben, und Möbel, Schmuck, sowie Bilder hätten kaum Wert gehabt. „Er ist
ein Lügner, ein Verbrecher, ein Gauner und Dieb, der ins Gefängnis gehört“,
schießt Marius Fortelni, der seit vielen Jahren in den USA lebt, ganz
öffentlich scharf (ÖSTERREICH distanziert sich von der Beschimpfung).
Im Rahmen von insgesamt vier Gerichts-Prozessen versucht der Bauunternehmer
seit zwei Jahren zu beweisen, dass Albert Fortell die drei
Eigentumswohnungen, ebenso wie sämtliche Wertgegenstände verkauft und die
Erlöse „eingestreift“ habe. „Mein Bruder beruft sich auf eine Schenkung
durch meine Mutter im Jahr 1996“, erklärt Marius Fortelni die komplizierte
Causa. „Was er vergessen hat, besser gesagt vergessen will: dass in einem
Vertrag festgehalten wurde, dass Albert im Falle des Ablebens meiner Mutter
mit mir alles teilen muss.“
Eben dieser Treuhandvertrag liegt seit wenigen Tagen der zuständigen
Richterin Elisabeth Bartholner in Form einer gerichtlich beglaubigten Kopie
vor. Weshalb ein neuerlicher Verhandlungstermin für den 4. März festgesetzt
wurde. „Albert hat bisher immer bestritten, dass es den Vertrag gibt“, so
Marius Fortelni. „Es gab zwei Originale: eines in einem Schrank meiner
Mutter, den ich nach ihrem Tod aufgebrochen vorgefunden habe, das Dokument
war verschwunden. Was Albert nicht wusste: Der zweite Vertrag lag bei einem
Anwalt, der diesen nun herausgegeben hat.“ Womit es am Donnerstag in der
Causa Fortelni spannend wird.
Wie es zu dem Streit kam. Das Kuriose an dem dramatischen Bruderzwist ist,
dass Marius und Adalbert Fortelni 2007, kurz nach dem Tod der 87-jährigen
Mutter, gemeinsam die Firma „Forte Properties“ gründeten. Am Linneplatz 1 in
Wien-Döbling wollte man Luxuseigentumswohnungen bauen. Nur sechs Wochen nach
Gründung des Unternehmens kam es zum bahnbrechenden Streit. „Albert hat
meiner Meinung nach einen Vorwand gesucht, um mir meinen Erbanteil nicht
auszahlen zu müssen. Er ist völlig ausgerastet“, so Marius Fortelni im
Gespräch mit ÖSTERREICH. Mehrmals habe er versucht, eine Versöhnung
herbeizuführen. Auch seine Schwägerin, Barbara Wussow, soll zwischen den
Brüdern vermittelt haben. „Ich bin doch sogar der Taufpate ihrer Tochter
Johanna (4, Anm.). Das wirft man doch nicht alles weg“, erzählt Fortelni.
Doch Albert Fortell lenkte nicht ein, behauptet nach wie vor, dass seinem
Bruder kein Cent zustehe. Auch zu den bisherigen Gerichtsterminen erschien
der Schauspieler, der 2004 wegen seines Bezugs von Notstandshilfe in die
Schlagzeilen geriet, nicht. „Mein Bruder kann sich gar nicht mit mir
versöhnen, sonst müsste er mir ja 1,5 Millionen zahlen“, resümiert Marius.
Albert Fortell will auf Anfrage kein Statement zu der Causa abgeben.
„Egal, wie es ausgeht – wir haben beide verloren“, sagt Marius. Das Einzige,
was die verfeindeten Brüder wohl gleich sehen.
Aber er mag Quoten bringen, da ist er vielleicht ebenso gut wie Publikumsliebling Mario, Nissel, oder ....
Man kanns gar nicht oft genug schreiben:
www.meinBruderAlbertFortelisteinBetzrüger.com glaube ich hats geheißen.