Lugner brutal:

ÖSTERREICH-Interview

© DPA/Arno Burgi

Lugner brutal: "Frau Treichl ist nur eine Puppe"

ÖSTERREICH: Herr Lugner, am Dienstag landet Ihr Opernball-Gast Nicollette Sheridan in Wien. Haben Sie Frau Sheridans Hotel-Rechnung ­bezahlt?

Richard Lugner: Ja, natürlich! Also, die Hälfte. Frau Nicollette Sheridan logiert im Grand Hotel und ich habe von ihrer Rechnung schon 4.000 Euro bezahlt. Ca. 5000 Euro muss ich nach ihrer Abreise bezahlen. Obwohl ich an dieser Stelle anmerken muss: Andere Hotels hätten mir Gratis-Übernachtungen angeboten, aber leider ist kein Hotel so nahe bei der Wiener Staatsoper wie das Grand Hotel.

Sie sitzen, wie letztes Jahr, im zweiten Rang. Angeblich sind Sie nicht zufrieden damit...

Na sicher nicht! Das ist doch eine Zumutung. Frau Treichl-Stürgkh war anscheinend in der Tanzschule Kummer und weiß nicht, wie man sich mit langjährigen Kunden benimmt! Ich bin doch der Einzige, der einen internationalen Stargast mitbringt, mir würde auf jeden Fall eine bessere Loge zustehen. Aber die Ball-Chefin Desirée Treichl-Stürgkh hat wenig zu melden. Sie sagt nur das, was ihr der Herr Staatsoperndirektor ­Ioan Holender erlaubt. Der Herr Holender ist der Bauchredner und die Frau Treichl-Stürgkh die Puppe, die nur ihren Mund auf und zu macht. Aber Hauptsache für ihre steirischen Freunde setzt sie sich ein...

Meinen Sie den Wechsel von der Wiener Tanzschule Elmayer zur steirischen Tanzschule Kummer?

Auch, aber nicht nur! Zu dieser Debatte sage ich nur, meine Tochter Jacqueline wird ganz bestimmt zum Herrn Elmayer in die Tanzschule gehen. Denn das, was ich so höre, hat man mit dem Kummer wirklich nur Kummer. Aber ich meine die gesamte Logenaufteilung. Irgendwelche Leute, die besten Freunderl von der Frau Treichl-Stürgkh aus der Steiermark bekommen Plätze im ersten Rang und ich, der seit Jahren einen internationalen Gast zum Opernball mitbringe, werde in den zweiten Rang zurückversetzt. Das mache ich nächstes Jahr bestimmt nicht mehr mit!

Wenn Sie nächstes Jahr keine bessere Loge bekommen, dann gehen Sie nicht zum Wiener Opernball?

Genau! Mir reicht’s schön langsam. Dann verzichte ich drauf! Und ohne Stargast keine Presse. Dann können die Veranstalter selber einen Gast zum Opernball laden – und bezahlen.

Sie haben aber schon einen Stargast für 2010 ausgesucht...

Ich habe eine Zusage. Ich habe aber keinen Vertrag unterschrieben, werde ich wahrscheinlich auch nicht. Mir reicht’s jetzt...

Sie sind auch nicht zu einem Interview in die ORF-Mittelloge geladen...

Ja, das auch noch. Wenn Sie mich nicht rechtzeitig einladen, dann werde ich nicht hingehen. Dann werden halt heuer nur ATV-Zuseher einen Weltstar am Opernball sehen...

Und nächstes Jahr gar keinen mehr?

Ich werde das nicht mehr mitmachen oder ich stelle mich wieder als Präsidentschaftskandidat auf, vielleicht bekomme ich dann eine bessere Loge.

Interview: Dora Varro

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