TV-Spektakel mit sanftem Trauerflor

Opernball im TV

TV-Spektakel mit sanftem Trauerflor

Der Opernball war auch in diesem Jahr wieder das erwartete TV-Spektakel. Allerdings mit einem sanften Trauerflor.

Mirjam Weichselbraun leistete sich bei der Anmoderation einen – angesichts der aktuellen Ereignisse verständlichen – kleinen Fehler: „Der Opernball 2017 wird überstrahlt vom tragischen Tod der Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser“, so Weichselbraun. „Überschattet“ war gemeint. Grund genug für viele Besserwisser, die ORF-Moderatorin in diversen sozialen Medien zu schmähen. Weichselbraun entschuldigte sich übrigens auf ihrer Facebook-Seite: „Es tut mir sehr leid ... Ein Fehler, der nicht passieren soll.“

Trotzdem wirkte die ORF-Übertragung vielfach etwas leichter, ungezwungener als in den vergangenen Jahren. Alfons Haider war charmant wie immer, Barbara Rett kompetent wie eh und je, Karl Hohenlohe und Christoph Wagner-Trenkwitz mit gewohntem Sarkasmus. Guten Morgen Österreich-Entdeckung Lukas Schweighofer sorgte für neuen Schwung. Nur die Verabschiedung der ORF-Crew wirkte etwas hölzern.

Im Schnitt 1,452 Mio. Ball-Fans (2016: 1,456 Mio.) verfolgten die Eröffnung im ORF live. Dazu gesellten sich 1,28 Mio. 3sat-Seher.

Topwert für oe24.TV

Opernball-Premiere feierte das im September gestartet oe24.TV und erzielte Marktanteile bis zu einem Prozent. Als einziger Sender änderte oe24.TV sein Programm für eine Sondersendung zum Tod Oberhausers. Trotz später Stunde erreichte diese Sondersendung zwischen 22 und 1 Uhr eine Marktanteilsspitze von 2,7 Prozent.

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