Hirnschrittmacher hilft bei Parkinson

Erstmals eingesetzt

Hirnschrittmacher hilft bei Parkinson

In Köln ist weltweit erstmals ein neuer Hirnschrittmacher zur Behandlung von Parkinson implantiert worden. Das Gerät, kaum größer als eine Streichholzschachtel, wurde einem 58-jährigen Patienten eingesetzt. Es könne individueller und differenzierter verwendet werden als seine Vorgänger, teilte die Universitätsklinik mit. Das Gerät ist aber noch in der Testphase. Weltweit soll es zunächst 40 Menschen eingesetzt werden. Ende nächsten Jahres rechnen die Wissenschafter mit ersten Ergebnissen.

Nebenwirkungen werden vermieden
Hirnschrittmacher sind eine etablierte Behandlungsmethode gegen die Schüttellähmung. "Der neue Hirnschrittmacher ist ein Meilenstein in der Parkinson-Therapie, da wir nun nicht mehr über vier, sondern über acht Kontakte auf jeder Hirnseite verfügen können", sagte Wissenschafter Lars Timmermann. So könne die Erkrankung - und hier vor allem das hinderliche Zittern - feiner dosiert "blockiert" werden. Nebenwirkungen, wie zum Beispiel Sprachstörungen, die bisher durch die Reizung von Nachbarregionen hervorgerufen worden seien, würden dadurch vermieden.
 

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