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TCM und Omas Tipps helfen gegen Infekte

Traditionelles heilt

TCM und Omas Tipps helfen gegen Infekte

Die ersten niesen, husten und schnupfen bereits: auch heuer beginnt die Herbstzeit für Viele mit Krankheiten und Infekten. Während die "Schulmedizin" oft schnell mit starken Medikamenten therapiert, behandelt die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) einerseits ganzheitlich, andererseits mit Hilfe von Kräutern und Gewürzen, die auch in unseren Breiten schon die Großmütter eingesetzt haben, hieß es bei einer Pressekonferenz in Wien.

Alternativmethoden

Ganz ernst genommen fühlt sich TCM immer noch nicht: Leopold Dorfer, Präsident der OGKA (Österreichische Gesellschaft für kontrollierte Akupunktur und TCM) und Universitätslektor, sieht den Bereich ins Eck gedrängt. Die "Schulmedizin" vermute weiterhin,  dass in erster Linie "Psycherln" die Alternativmethoden in Anspruch nehmen würden. Dabei stoßen herkömmliche Behandlungen oft an ihre Grenzen. "Viele Kinder torkeln von einem Infekt in den anderen", so Dorfer. Das sei "eine Bankrotterklärung der an sich sehr sehr guten österreichischen Medizin." Nur die TCM biete eine "echte Hilfe für das Immunsystem".

Wellness statt Medizin?
Allgemeinmediziner Peter Aluani, spezialisiert auf ganzheitliche Medizin und Leiter des  derzeit tagenden 8. TCM-Kongresses, beklagte, dass die TCM oft immer noch eher mit Wellness als mit Medizin assoziiert würde - vielleicht auch deshalb, weil nicht die Krankheit, sondern Gesundheit im Zentrum steht. Grundsätzlich haben Prophylaxe und Früherkennung einen zentralen Stellenwert in der ausgesprochen komplexen und alten TCM. Man sich der Grenzen durchaus bewusst und lehne selbstverständlich die Einnahme von Antibiotika nicht grundsätzlich ab."Manchmal reicht ein einziger Tag bzw. eine einzige Einnahme" schilderte Anästhesiologin und TCM-Zentrum-Wien-Leiterin Sonja Laciny die Wirkung der Kräutertherapie. Anders als oft angenommen handelt es sich nicht ausschließlich um asiatische Gewächse, vieles gedeiht durchaus in unsren Breiten.

Heilkräuter
Andrea Zauner-Dungl, Leiterin des Zentrums für Traditionelle Chinesische Medizin & Komplementärmedizin an der Donau-Universität in Krems, sieht es als Vorteil, dass in Österreich - anders als etwa in Deutschland - TCM fast ausschließlich von Ärzten praktiziert wird. "Wir kennen beide Systeme und haben das Wissen beider Welten". Laut Laciny ist die komplexe Heilkräuter-Therapie seit etwa zehn Jahren in Österreich etabliert. Rund 7.000 pharmakologisch wirksame Mittel zur Auswahl, die Ausbildung sehr umfangreich. Vieles davon hat schon die Großmutter angewendet und Hildegard von Bingen empholen: Parallelen zwischen einzelnen Bereichen der TCM, etwa Ernährungslehre oder Phytotherapie (Heilkräuter), sind nicht von der Hand zu weisen. So begrüßen die Experten etwa "wärmende" Gewürze wie Zimt und Nelken in Glühwein und Weihnachtsbäckerei und empfehlen im Großen und Ganzen Regionales und Saisonales auf dem Speiseplan. Außerdem: Suppen und ein warmes bzw. wärmendes Frühstück und Birnenkompott oder -mus gegen trockene Heizungsluft.

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