Wenn Lebensmittel gefährlich werden

Giftig und ungenießbar

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Wenn Lebensmittel gefährlich werden

Wussten Sie, dass grüne Bohnen extrem giftig sind oder Kartoffeln bei falscher Lagerung ungenießbar werden? Falsche Lagerung oder falsche Zubereitung können vermeintlich gesunde Lebensmittel plötzlich schädlich machen. Mit unseren Tipps, entgehen Sie der Gefahr.

Erst durch Kochen genießbar
Nicht immer sind unbehandelte Lebensmittel auch gesund. Ein Großteil der Lebensmittelvergiftungen wird durch rohe oder ungenügend erhitzte Lebensmittel ausgelöst. So werden zum Beispiel Bohnen, Kartoffeln oder auch Getreide erst durch das Kochen oder Mahlen genießbar.

Diashow Die gefährlichsten Lebensmittel
Rohe Eier

Rohe Eier

In rohen Eiern lauern Salmonellen.


Der beste Schutz: Eier kühl und nicht zu lange lagern und bei der Zubereitung über 75 Grad erhitzen.

Muscheln

Muscheln

Fast alle Muschelarten können Nervengifte enthalten, die schwere Vergiftungserscheinungen wie Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen hervorrufen können.


Der beste Schutz: Frische Muscheln nicht in der Haupt-Algenzeit (Mai bis August) verzehren. Beim Kochen darauf achten, dass die rohen Muscheln geschlossen sind. Nach dem Kochen müssen Sie sich alleine öffnen.

Rohes Fleisch

Rohes Fleisch

Rohes Fleisch kann Keime enthalten, die zu Infektionen führen können. Neben Salmonellen, die vor allem in Geflügel vorkommen, kann auch die Infektion mit Listerien oder Bandwürmern unangenehme Folgen haben.


Bester Schutz: Immer gut durchgaren!

Roher Fisch

Roher Fisch

Roher Fisch kann mit Keimen belastet sein, zB mit Listerien. Diese können Fieber und Durchfall verursachen.


Bester Schutz: Schwangere, Kleinkinder und Menschen mit geschwächtem Immunsystem sollten keinen rohen Fisch verzehren.

Wein und Schnaps

Wein und Schnaps

Alkohol ist ein starkes Nervengift, das zu Rauschzuständen führt und langfristig Leber und Gehirn schadet.


Bester Schutz: Höchstes ein Glas am Tag trinken.

Rhabarber

Rhabarber

Rhabarber enthält Oxalsäure, die im Übermaß zu Nierensteinen führen kann. Je reifer und je grüner die Stängel, desto höher der Gehalt an Oxalsäure.


Bester Schutz: Nur im Frühsommer verzehren.

Wildpilze

Wildpilze

Durch Verwechslungen kommt es jedes Jahr zu Pilzvergiftungen. Zum Beispiel mit dem Knollenblätterpilz.


Der beste Schutz: Nur Pilze pflücken, bei denen Sie sich absolut sicher sind, dass diese nicht giftig sind.

Rohe Bohnen

Rohe Bohnen

Rohe Bohnen enthalten den Giftstoff Phasin, der zu Erbrechen, Durchfall und sogar zum Tod führen kann. Der Stoff wird beim Kochen zerstört.


Bester Schutz: Bohnen mindestens zehn Minuten lang gar kochen.

Kartoffeln

Kartoffeln

Kartoffeln enthalten Solanin, ein Alkaloid, das ein Brennen im Hals, Übelkeit sowie Schweißausbrüche und Atemnot verursachen kann. Der Giftstoff wird bei falscher Lagerung verstärkt gebildet.


Der beste Schutz: Kartoffeln immer kühl und dunkel lagern.

Gegrilltes Fleisch

Gegrilltes Fleisch

Durch die hohen Temperaturen können beim Grillen schädliche Stoffe gebildet werden. Diese sind krebserregend.


Der beste Schutz: Grillgut auf Alufolie legen, schwarze Stellen wegschneiden.

Kaffee

Kaffee

Kaffee enthält das Nervengift Koffein, das in höheren Konzentrationen zu Herzrasen, Schwindel und Nervosität führen kann.


Der beste Schutz: Maximal 4 Tassen am Tag trinken.

Rohmilch

Rohmilch

In Rohmilch können sich gefährliche Bakterien, wie zb Listerien, vermehren. Beide Keime können Durchfälle hervorrufen.


Der beste Schutz: Pasteurisierte Milch kaufen.













Muskatnüsse

Muskatnüsse

Muskatnüsse enthalten den gefährlichen Stoff Myristicin - dieser kann Halluzinationen auslösen. Für Kinder sind 2 Muskatnüsse bereits gefährlich.


Der beste Schutz: Nur als Gewürzprise verwenden.

Honig

Honig

In Honig können Bakterien enthalten sein, die ein für Babys tödliches Gift produzieren.



Bester Schutz: Honig ist im ersten Lebensjahr absolut tabu.

Erdnüsse

Erdnüsse

Nüsse gehören zu den häufigsten Allergieauslösern. Vor allem Erdnüsse können auch in kleinsten Mengen schwere Symptome auslösen.


Bester Schutz: Menschen mit Allergie müssen Nüsse unbedingt meiden.

Selbst gemachte Fleischkonserven

Selbst gemachte Fleischkonserven

In Konservendosen vermehrt sich das Bakterium Clostridium botulinum besonders gut. Es bildet eines der stärksten natürlichen Gifte - das Botulinumtoxin. In Industriekonserven ist eine Vergiftung mit Clostridien inzwischen nahezu ausgeschlossen. In selbst gemachten Konserven hingegen werden selten die hygienischen Bedingungen erreicht, um die Bakterien vollständig abzutöten.


Bester Schutz: Nach außen gewölbte Konserven sofort wegschmeißen.

Unreife Tomaten

Unreife Tomaten

Grüne Tomaten enthalten das Alkaloid Solanin, das zu Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen führen kann.



Der beste Schutz: Nur reife Tomaten essen.

Chips und Frittiertes

Chips und Frittiertes

Chips, Pommes und Kekse enthalten gefährliche Transfettsäuren, die langfristig Herzkrankheiten verursachen.


Der beste Schutz: Nur in Ausnahmefällen genießen.

Rohe Hollunderbeeren

Rohe Hollunderbeeren

Rohe Holunderbeeren enthalten Sambunigrin - ein Stoff, der dem Gift der Tollkirsche ähnelt. Der Verzehr führt zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Erst beim Erhitzen wird der Giftstoff zerstört.


Der beste Schutz: Hollunderbeeren nie roh essen!

Rohe Bambussprossen

Rohe Bambussprossen

Rohe Bambussprossen enthalten ein Blausäureglykosid, aus dem im Darm ein Gift gebildet wird.


Bester Schutz: Nur gekocht verzehren!

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  Diashow

Grüne Bohnen
In rohen Bohnen steckt ein giftiger Eiweißstoff, der zu Erbrechen, Bauchschmerzen und im Extremfall sogar zum Tod führen kann. Bohnen, Kartoffeln und Hülsenfrüchtesollten vor dem Verzehr stets gekocht werden.

Rhabarber und rote Beete
Rhabarber und rote Beere enthalten Oxalsäure, die bei übermäßigem Genuss Nierensteine verursachen kann Rhabarbrr sollte frisch nur im Frühsommer gegessen werden. Ab Juli nimmt die Konzentration der schädlichen Säure zu.

Fleisch und Fisch
Auch der Verzehr roher Tierprodukte birgt Gefahren, da sich im Fleisch, Fisch und in Eiern schnell Bakterien vermehren können. Salmonelleninfektionen zählen zu den häufigsten Lebensmittelvergiftungen. Auch hier gilt: Immer gut erhitzen!

Muskatnuss
Die Menge macht's! Eine Prise Muskatnuss als Gewürz schadet nicht, wer jedoch gleich mehrere Muskatnüsse verzehrt riskiert ernsthafte Gesundheitsschäden. Für Kinder kann der Verkehr von 2 Muskatnüssen bereits tödlich sein. In der küchenüblichen Menge ist das Gewürz jedoch völlig harmlos.

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