Immobilien-Krieg an der Alten Donau

Luxuswohnungen

Immobilien-Krieg an der Alten Donau

Donaustadt. „Riviera für Arme“ hieß das Kaiserwasser einmal. Kleingartenparzellen reihten sich aneinander, der Pachtzins war niedrig. Doch das ist vorbei. Jetzt sprießen immer mehr Luxus-Villen Marke „Hollywood“ aus dem Boden. Grundstückseigentümer ist meist das mächtige Stift Klosterneuburg. Und das weiß, wie man Profite macht. Mit Eigentumswohnungen wie dem „Luxus Loft am Kaiserwasser“ (Glorit Bau, 1,59 Mio. Euro) oder mit „Luxuswohnungen in der Julius-Payer-Gasse“ (Mariposa, günstigstes Appartement: rund 529.000 Euro).

Bürger-Aufstand
Eine Bürgerinitiative rund um den Selbstständigen Arno Aigner fühlt sich von der Politik betrogen. Erst Ende September jubelten Bezirksvorsteher Norbert Scheed (SPÖ) und Planungsstadträtin Maria Vassilakou (Grüne) über eine Umwidmung und das „Aus für Monsterbauten“. Doch ein Grüner Bezirksrat aus der Donaustadt meint: „Mein Selbstverständnis als grüner Bezirksrat ist an seine Grenzen gelangt. Das ist ein Misserfolg.“ Privatgebäude dürfen nun nur eine Höhe von 6,5 Metern und eine Grundfläche von 200 Quadratmetern nicht überschreiten. Aigner: „Das verhindert keine einzige Luxusvilla. Besonders nicht jene, die kurz vor der Fertigstellung sind.“

Achtung, Ironie: Auf der anderen Seite der Wagramer Straße darf nach der Umwidmung in Bauklasse 3 nun 25 statt 20 Meter hoch gebaut werden.

Autor: Ulli Kittelberger
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