28. Juli 2010 20:50
Der Mord an einer 77-jährigen Frau in Timelkam (Bezirk Vöcklabruck), deren
Leiche am Mittwoch entdeckt wurde, gibt Rätsel auf. Bezüglich des Täters
gebe es vorerst keinen bestimmten Verdacht, es werde in alle Richtungen
ermittelt, sagte Sicherheitsdirektor Alois Lißl. Ungewöhnlich sei, dass die
Türen des Einfamilienhauses und alle Fenster verschlossen waren, es habe
keine Spuren auf ein gewaltsames Eindringen gegeben. Die Ermordete wurde am
Donnerstagvormittag noch obduziert.´
Stiche in den Rücken
Die 77-Jährige wurde durch mehrere
Stiche in den Rücken ermordet und am Mittwochabend von ihrem Sohn im
Hauseingang liegend aufgefunden. Die Frau dürfte ihren Mörder selbst
hineingelassen haben. Die Tür war von innen versperrt, ebenso der
Hintereingang. Da der Schlüssel in der Haustür innen steckte, konnte sie
nicht mit einem Originalschlüssel aufgesperrt werden. Die Polizei wisse
mittlerweile, wer Schlüssel habe, so Lißl.
Ermittelt werde derzeit, wann die Frau das letzte Mal lebend gesehen wurde,
man gehe dabei von 14.00 bis 18.00 Uhr am Dienstag aus, sagte Lißl. Zeugen
werden gesucht. Die Pensionistin habe Straßenkleidung getragen, es sei aber
nicht klar, ob sie gerade nach Hause kam oder vorhatte, wieder auszugehen.
Die Tatortarbeit ist laut Lißl noch nicht abgeschlossen: "Ein Bluthund hat
am Mittwochabend rund um das Objekt keine Spur aufnehmen können." Es dürfte
sich nicht um Mord bei einem Einbruch oder Raub handeln. Ob Wertgegenstände,
Bargeld oder Schmuck aus dem Einfamilienhaus am Rande einer Siedlung fehlen,
müsse aber erst festgestellt werden. Der Sohn der Ermordeten sei geschockt
und werde vom Kriseninterventionsteam betreut, gegen ihn bestehe vorerst
kein Verdacht.