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Alarm in Graz

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"Bombe" vor Kaserne - Mann festgenommen

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Die Polizei hat jenen Mann festgenommen, der am Donnerstagvormittag eine Tasche bei der Wache der Grazer Gablenzkaserne deponiert und damit einen - wie sich später herausstellte - blinden Bombenalarm ausgelöst hatte. Dies teilte die Sicherheitsdirektion Steiermark mit. Es handelt sich um einen 40-jährigen, unterstandslosen und "leicht verwirrten Mann", so die Exekutive.

Bei der Einvernahme kamen die Kriminalisten auf kein Motiv, der Mann hatte die Tasche mit Müll und Kleidungsstücken ohne "jeglichen Hintergrund" bei der Kaserne angegeben. Der 40-Jährige wurde wieder auf freiem Fuß gesetzt, weil er keine Drohung ausgesprochen und somit keine strafbare Handlung begangen hat.

Die Vorgeschichte
Der vermeintliche Bombenalarm in der Grazer Gablenzkaserne hat sich am frühen Donnerstagnachmittag als ein falscher herausgestellt: Ein laut Polizei "vermummter" Unbekannter hatte eine schwarze Tasche in Laptop-Größe nach einem Wortwechsel mit einem Wachposten am Kaserneneingang abgestellt. Ein darauf eingesetzter Sprengstoff-Spürhund zeigte positive Signale, weswegen die Tasche ins Kaserneninnere gebracht und mit Sandsäcken gesichert wurde. Als Spezialisten der Polizei mit Hilfe eines Roboters die Tasche per konzentriertem Wasserstrahl öffneten, war klar: Sie enthielt nur Müll und Kleidungsstücke. Der Hintergrund der Tat war vorerst unklar.

Flucht

Der Unbekannte - von der Polizei wurden keine näheren Angaben zur Person gemacht - war um 9.22 Uhr vor der Gablenzkaserne in der Grazer Straßgangerstraße aufgetaucht und wollte bei der Wache eine Tasche deponieren - mit dem Hinweis, sie würde abgeholt. Der Posten erklärte, dass man keine Gegenstände annehme, er solle die Tasche wieder mitnehmen. Diese Argumentation ging mehrmals hin und her, bis der Unbekannte die Tasche schließlich am Zaun hinwarf und weglief. Der Wachsoldat alarmierte daraufhin den diensthabenden Offizier, der wiederum die Polizei einschaltete.

Die Straßgangerstraße wurde kurzzeitig gesperrt. Ein sprengstoffsachkundiger Offizier und ein Spürhund aus dem gleich neben der Kaserne gelegenen Landespolizeikommando kamen zum Einsatz, wobei vorerst noch nicht Entwarnung gegeben werden konnte. Laut Polizei-Einsatzleiter habe das Tier "positive Signale" gezeigt: "Das muss aber noch nicht heißen, dass es sich tatsächlich um einen Sprengkörper handelt. Denn im Bereich von Militärobjekten ist es nicht unüblich, wenn das Tier so reagiert". Tatsächlich hatte am Vormittag offenbar ein sogenannter Munitionsaustausch bei der Wache stattgefunden, so ein Insider. Diesen Geruch dürfte der Hund wahrgenommen haben.

Entschärfungsdienst
Die Tasche wurde auf das Heeresgelände etwa 50 Meter hinter der Einfahrt gebracht und mit Sandsäcken gesichert. Gegen 13.00 Uhr trafen Experten des Entschärfungsdienstes aus Wien ein, die sich nach einer kurzen Lagesprechung an die Arbeit machten. Ein Radpanzer vom Typ "Pandur" wurde als zusätzlicher Schutz vor die Tasche innerhalb der Sandsackbarriere gefahren. Nach einem Check mit Spürgeräten an einer langen Stange kam dann ein Sprengstoffroboter zum Einsatz. Per hochkonzentriertem Wasserstrahl wurde die Tasche geöffnet, zum Vorschein kamen Müll und Kleidungsstücke. Nach einer abschließenden Überprüfung wurde der Einsatz beendet.
 

Für Aufregung sorgte auch ein Bombenalarm in Innsbruck: Alle Infos dazu hier >>>

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