Brandserie in Tirol

Feuerteufel

Brandserie in Tirol

Nach einer Brandserie bei St. Ulrich am Pillersee im Tiroler Bezirk Kitzbühel hat sich am Montag ein junger Mann am Landesgericht Innsbruck wegen Brandstiftung und Sachbeschädigung verantworten müssen. Der Angeklagte soll unter anderem für zwei Großbrände bei Bauernhöfen verantwortlich sein. Er bekannt sich vor dem Schöffengericht nicht schuldig.

Enormer Schaden
Die Brandserie hatte Anfang Juni des vergangenen Jahres ihren Anfang genommen. Im Raum St. Ulrich gingen immer wieder Sonnenschirme in Flammen auf. Zum ersten von zwei Großbränden kam es schließlich Anfang Juli. Auf einem Bauernhof vernichtete das Feuer den Scheunentrakt und verursachte großen Sachschaden. Am 10. Oktober brach am Ortsrand der Gemeinde in einer Scheune eines weiteren Bauernhofes erneut ein Brand aus. Der entstandene Sachschaden liege insgesamt bei rund 1,6 Millionen Euro.

Feuerwehrmann als Täter

Staatsanwalt Florian Oberhofer bezeichnete den Beschuldigten in seinem Eröffnungsplädoyer als "engagierten und zuverlässigen Feuerwehrmann". Nehme man jedes Brandereignis für sich, seien die Beweise zwar teilweise etwas dürftig, das Gesamtbild passe aber, meinte der Staatsanwalt. "Der Angeklagte hatte immer die Gelegenheit die Brände zu legen und war jedes Mal bei den Löscharbeiten dabei", so Oberhofer. Der Angeklagte sei immer die Person gewesen, die die Brände schon fast heldenhaft gelöscht habe, fügte der Staatsanwalt hinzu.

Urteil
Viele, widersprüchliche Zeugenaussagen zum jeweiligen Aufenthaltsort des Beschuldigten während und kurz vor den Bränden wurden am Vormittag gehört. Für den Nachmittag war die Erläuterung eines Gutachtens geplant. Ein Urteil könnte noch heute, Montag, ergehen.

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