Gips-Alarm: Täglich über 1.000 Ski-Opfer

Tirol/Vorarlberg

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Gips-Alarm: Täglich über 1.000 Ski-Opfer

„Schönes Wetter und ausgelassene Stimmung auf den Pisten, da gibt es für uns keine ruhige Minute mehr.“ Doktor Hubert Sturm vom Krankenhaus Zams wusste schon am letzten Tag des Jahres nicht mehr, wo ihm der Kopf steht. Die Patienten wurden im Minutentakt eingeliefert. Sturm: „Wir rechnen mit 120 Verletzten pro Tag.“

Falle
Eisenharter Schnee und darüber eine Schicht von der Sonne erwärmter Matsch werden für viele Sportler zur Falle: „Die Leute verschneiden und knallen dann auf die harte Piste oder gegen Bäume am Rand“, so ein Bergretter. Diese gefährlichen Verhältnisse wurden auch dem rumänischen TV-Star Serban Huidu (34) am Patscherkofel zum Verhängnis. Wie berichtet, erlitt der Mann schwere Kopfverletzungen und wird in der Uniklinik Innsbruck nun langsam aus dem künstlichen Koma geholt. Die gute Nachricht: Er soll wieder ganz gesund werden.

Flucht
Aber nicht nur in Zams und Innsbruck keuchen die Ärzte unter der rekordverdächtigen Zahl an Verletzten. Primar Franklin Genelin vom Spital Schwarzach: „Bei uns sind 90 der 97 Betten der Unfallchirurgie belegt. Tendenz steigend.“ Und in Kufstein ist laut Auskunft der Mediziner „derzeit dreimal so viel los“ wie sonst. Dazu kommen noch rücksichtslose Skifahrer: Im Zillertal rammte ein Urlauber eine Sechsjährige in voller Fahrt, ließ das schwer verletzte Kind liegen und raste davon.

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