Jedes Kind von 7  Hornissen attackiert

7 Schüler im Spital

© Rotes Kreuz DOKUteam

Jedes Kind von 7 Hornissen attackiert

"Es ging ganz schnell. Die Hornissen haben uns innerhalb von Sekunden angegriffen. Die Kinder haben geschrien, es herrschte Panik.“ So schildert Pädagoge Stefan Goldgruber die dramatischen Minuten, die 17 Schüler (neun bis zehn Jahre alt) und zwei Betreuer aus Graz durchstehen mussten.

Bisse bei Spiel im Gelände
Der Bauernhof Wolfgangi bei Deutschlandsberg, Mittwochnachmittag: Bei kreativen Spielen im Freien sollen sich hier die Schüler der 4. Klasse der Projektschule Graz besser kennenlernen, "Teambuilding“ für das neue Schuljahr. Am Plan: eine Schnitzeljagd durch das nahe Gelände.

Doch schon bei der ersten Station, einem Marterl, plötzlich das Drama: "Die Kinder haben dort wohl den Hornissenstock aufgeschreckt. Die ersten Tiere schwärmten aus, gingen auf uns los und bissen die Kleinen“, erzählt Goldgruber. Panik, Schreie, Aufregung. "Bis zu sieben Hornissen saßen auf den Kindern. Ich versuchte nur, die Kleinen zu retten.“

Allergische Reaktionen
Trotz seiner Mühe: Sieben Schüler wurden gebissen und hatten bis zu fünf Stiche. Ihre Haut schwoll an, der Schmerz trieb ihnen Tränen ins Gesicht. Die Klassenlehrerin, die vor dem Bildstock stand, zeigte nach 30 Hornissenbissen eine allergische Reaktion – sie stand unter Schock. ­Sofort wurde die Rettung alarmiert: "Wir eilten mit sieben Rettungsfahrzeugen inklusive Notarzt zur Schülergruppe. Sie hatten große Schmerzen, bekamen Medikamente und Kühlpads zum Auflegen“, sagt Einsatzleiter Markus Scheider zu ÖSTERREICH. Goldgruber selbst wurde sechsmal gestochen, hielt aber durch, bis alle Kids in Sicherheit waren.

Die Klassenfahrt war vorerst zu Ende, die gesunden Kinder wurden von den Eltern abgeholt. Die Schüler mit den Hornissenbissen wurden zur Sicherheit ins Spital gebracht. Nach einem Check bei Dr. Wilhelm Klösch durften sie wieder heim. Die Lehrerin blieb über Nacht. Goldgruber: "Es geht ihr schon ­besser, sie ist bis Montag krankgeschrieben.“

Zurück zum Unglücksort
Am Tag danach waren alle gesunden Kinder wieder in der Schule. "Die anderen haben ausschlafen dürfen“, sagt Direktorin Patricia Thaller. Und: "Die Klassenfahrt wird wiederholt, wir wollen wieder an den Ort des Unglücks. Die Schüler sollen diese Gegend ja nicht nur in schlechter Erinnerung haben.“

Autor: J. Prüller
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