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"Liese" ist tot

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Krebs-Drama um beliebte Bärin

Der Bärenwald Arbesbach musste sich am Mittwoch schweren Herzens von Bärin Liese verabschieden. Die 29-jährige Liese hatte schon länger an einem bösartigen Tumor gelitten und war zuletzt in einer sehr schlechten Verfassung gewesen. 

„Wir sind alle unglaublich traurig. Liese war eine ganz außergewöhnliche Bärin und gemeinsam mit ihrem Bruder Vinzenz und Bärin Brumca die erste Bewohnerin des Bärenwald Arbesbach“, sagt Indra Kley, Leiterin des Österreich-Büros von Vier Pfoten. „In den letzten Tagen litt sie offensichtlich trotz Schmerzmedikation an starken Schmerzen; sie nahm nur sehr wenig Nahrung zu sich und hatte große Mühe, kurze Distanzen zurückzulegen.“

Daher entschloss sich das Tierpflegerteam gemeinsam mit dem Betreuungstierarzt Prof. Dr. Chris Walzer und den Experten von Vier Pfoten, die Bärin nicht länger leiden zu lassen und sie friedlich in gewohntem Umfeld einzuschläfern.

Die Geschichte von "Cover-Girl" Liese

Liese wurde 1988 in Slowenien geboren und geriet bald darauf in die Hände von Zirkusdompteuren, die allerdings kurze Zeit später verschwanden und die Bärin in der Steiermark zurückließen. Gemeinsam mit ihrem BruderVinzenz landete Liese schließlich bei einer Privatfirma.

Dort wurde sie als Werbeträgerin für einen neuen Skilift und ab Juli 1989 in einer 300 Quadratmeter kleinen Betongrube auf der Gemeindealpe bei Mitterbach als Attraktion für Touristen missbraucht. Nach dem Konkurs der Firma konnte und wollte sich niemand mehr um die Liese und Vinzenz kümmern. Daher übernahm Vier Pfoten die Betreuung und organisierte schließlich am 8. September 1998 die Übersiedlung in den Bärenwald Arbesbach. 

Baer3.jpg © Vier Pfoten

Bärin Liese gibt "Schmink-Tipps" mit Marmelade. (c) Vier Pfoten

„Irgendwie schien ihr ständig der Schalk im Nacken zu sitzen, weswegen auch immer wieder besonders drollige Fotos entstanden. Sie war ja nicht zuletzt deshalb immer wieder "Covergirl" auf diversen Broschüren zum Bärenwald Arbesbach. Ihr charakteristisches Gesicht mit den ungewöhnlich hellen Ohren und ihr sonniges Wesen werden ewig in Erinnerung bleiben“, so Indra Kley.

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