Polizist verweigert Alkotest nach Unfall

Nach Alkofahrt im Dienstwagen

Polizist verweigert Alkotest nach Unfall

Ein Kärntner Polizist steht nach einem Unfall mit seinem Zivilstreifenwagen unter Verdacht, den Alkotest verweigert zu haben. Der 53-Jährige war Donnerstagabend im Dienst mit dem Fahrzeug von der Straße abgekommen und hatte sich überschlagen. Er musste leicht verletzt ins Spital, machte dort aber keinen Test. Neben einer Anzeige muss der Beamte auch mit einem Disziplinarverfahren rechnen.

Polizei bestätigt Vorfall
Rainer Dionisio, Sprecher der Landespolizeidirektion Kärnten, bestätigte am Sonntag einen Bericht der "Kleinen Zeitung", wonach der Polizist den Test verweigert hatte: "Er wurde mehrmals dazu aufgefordert, hat aber nicht darauf reagiert. Das gilt als Verweigerung." Zudem kenne der Beamte das Prozedere aus seiner eigenen beruflichen Erfahrung und hätte wissen müssen, dass ein Alkotest zu machen ist.

Kein Test = 1,6 Promille
Ohne Test wird automatisch eine Alkoholisierung von 1,6 Promille angenommen. Auf dieser Grundlage werde auch die Anzeige erfolgen, sagte Dionisio. Zudem erfolgt eine Disziplinaranzeige. Suspendiert wurde der Kollege aber nicht, weil dafür die rechtlichen Voraussetzungen fehlten, so der Sprecher. Am Wagen soll Totalschaden entstanden sein. Laut "Kleiner Zeitung" bestreitet der Lenker, zum Alkotest aufgefordert worden zu sein. Er sei auch nicht betrunken gewesen.

 

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