Massive Kritik nach Motocross-Crash

Sittendorf

© ÖAMTC

Massive Kritik nach Motocross-Crash

Völlig geschockt gibt sich die Motocross-Fangemeinde nach dem furchtbaren Unfall am Sonntag. Wie ÖSTERREICH berichtete, flog das Bike von Fahrer Ossi Reisinger bei einem Sprung direkt in das Publikum und verletzt drei Frauen. Eine davon, Christine H. (45), liegt mit schweren Kopfverletzungen im Wiener Lorenz-Böhler-Spital, die beiden anderen, Pia H. (23) und Melanie P. (33) sind im Spital in Mödling. Der Fahrer selbst blieb unverletzt, die Polizei in Gaaden und beim Polizeikommando Mödling ermittelt jetzt auf Hochtouren, ob und welche Sicherheitsbestimmungen eingehalten wurden, danach geht der Akt an die Staatsanwaltschaft in Wr. Neustadt. Doch jetzt tauchen Augenzeugen-Berichte auf, die von skandalösen Sicherheitsbestimmungen sprechen.

„Miserable Strecke.“
„Die Absperrung muss so sein, dass sie nicht durchbrochen werden kann. Und man darf die Zuschauer dort nicht stehen lassen“, resümiert ein Fan aus Krems. Dass es aber auch für die Fahrer ein großes Sicherheitsrisiko gab, schildert Julian, der auf der Strecke war: „Ich bin selbst gefahren und kann nur sagen, dass es aufgrund der ärgstens miserablen Strecke, die nie saniert wird, schon für erfahrene Fahrer fast zu gefährlich ist. Die Sicherheitsvorkehrungen für die Zuschauer werden genauso wenig beachtet, wie für die Fahrer. Ich bin das letzte Mal dort gefahren.“

Rennleiter verteidigt sich
Überhaupt nicht verstehen kann die ganze Aufregung der Rennleiter, Ingo Partsch. ÖSTERREICH hat ihn mit der Kritik konfrontiert.

ÖSTERREICH: Herr Partsch, Sie waren für die Einhaltung der Sicherheitsvorkehrungen verantwortlich. Was ist schief gelaufen?
Ingo Partsch: Gar nichts, es gibt genaue Maßnahmen und in Sittendorf wurden die alle erfüllt und noch darüber hinaus gesichert.
ÖSTERREICH: Aber Augenzeugen und auch Fahrer schildern eine andere Situation. Nämlich, dass es für Zuschauer viel zu gefährlich gewesen wäre, so nahe am Zaun zu stehen. Stimmt das?
Partsch: Nein, das stimmt nicht. Von unserer Seite wurde alles erfüllt. Wir haben mehr getan, als wir mussten.

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