Angst der Deutschen vor Anschlägen gestiegen

Nach Würzburg-Attentat

Angst der Deutschen vor Anschlägen gestiegen

Nach dem offenbar islamistisch motivierten Attentat von Würzburg wächst in der deutschen Bevölkerung einer Umfrage zufolge die Angst vor Anschlägen. Nach dem am Freitag veröffentlichten ZDF-Politbarometer befürchten 77 Prozent der Deutschen, dass es in nächster Zeit in der zu Anschlägen kommen wird. Vor zwei Wochen waren es noch 69 Prozent. 20 Prozent erwarten das nicht.

Zu viel Personal eingespart

Der deutsche Justizminister Heiko Maas forderte eine massive Aufstockung der Polizei. "Weil wir im Zeitalter der Schuldenbremse leben, wurde zu viel Personal in Sicherheitsbehörden und Justiz eingespart. Da müssen wir dringend gegensteuern", sagte der SPD-Politiker. Bis 2019 sollten 12.000 Stellen bei der Polizei in Bund und Ländern geschaffen werden. Unionsfraktionsvizechef Stephan Harbarth riet Maas dagegen, den seit Jahren drastischen Mangel an Richtern und Staatsanwälten zu beseitigen.

Zum Attentäter, der am Montag in der Nähe von Würzburg in fünf Menschen verletzte und schließlich von der Polizei erschossen wurde, liegen weiter keine Erkenntnisse vor, ob er Kontakte zur Extremistenmiliz Islamischer Staat hatte. Die Behörden gehen von einem Einzeltäter aus, der sich selbst in kurzer Zeit radikalisierte. Allerdings veröffentlichte eine dem IS nahestehende Agentur nach der Tat ein Video des Mannes, in dem er Rache an "Ungläubigen" ankündigt.

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