Bohrloch im Golf von Mexiko versiegelt Bohrloch im Golf von Mexiko versiegelt

Endlich

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Bohrloch im Golf von Mexiko versiegelt

Der Verschluss des defekten Bohrlochs im Golf von Mexiko durch schweren Schlamm ist laut BP geglückt. Das britische Unternehmen sprach am Mittwoch in London von einem Meilenstein im Kampf gegen die bisher größte Ölpest in der US-Geschichte. Der sogenannte "Static Kill" habe mehr als drei Monate nach Beginn der verheerenden Umweltkatastrophe das gewünschte Ziel erreicht, der Schlamm halte das Öl zurück.

Druck sinkt
Der Konzern hatte am Dienstag damit begonnen, acht Stunden lang Spezialschlamm von einem Schiff aus in das Bohrloch zu pumpen. Der Druck in der Quelle sei durch das Einpumpen deutlich gesunken, sagte der Leiter der Operation, Bobby Bolton, bereits am Dienstagabend (Ortszeit). Dies sei ein gutes Zeichen.

Das Verfahren heißt "Static Kill", es soll das Ölleck ein für alle Mal verschließen. Der speziell hergestellte Schlamm wird dazu langsam in das Bohrloch gepumpt. Anschließend soll die Öffnung mit Zement versiegelt werden.

"Bottom Kill" noch ausständig
Der Sonderbeauftragte der US-Regierung für die Umweltkatastrophe, Thad Allen, stellte klar, dass er auf einem Verschluss der Quelle an zwei Stellen festhalte. Er sagte, die 5,5 Kilometer lange Entlastungsbohrung, an der BP seit drei Monaten arbeite, werde für einen Verschluss in größerer Tiefe ("Bottom Kill") benötigt. Dabei werden Schlamm und Zement gut vier Kilometer unterhalb des Meeresgrundes in den Felsboden eingespritzt. "Darüber sollte es keine Unklarheit geben", sagte Allen. "Ich bin der nationale Befehlshaber in dieser Angelegenheit und so wie beschrieben wird es auch gemacht."

666.400 Tonnen Öl
Nach Angaben von Forschern strömten nach dem Versinken der Bohrinsel "Deepwater Horizon" am 22. April insgesamt 4,9 Millionen Barrel Öl in den Golf von Mexiko - das sind etwa 666.400 Tonnen. Es handelt sich demnach um die schlimmste Ölpest in der Geschichte. Seit dem 15. Juli ist das Leck mit einer provisorischen Kappe abgedichtet. Davor waren mehrere Versuche gescheitert, das Leck zu schließen.

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