Sonderthema:
Britische Armee ist

Sorge um Truppenzustand

Britische Armee ist "zu dick zum Kämpfen"

Die britischen Streitkräfte haben offenbar ein Problem mit Übergewicht und schlechter Ernährung. Die Presse des Königreichs zeigte sich am Sonntag besorgt über den Zustand der Soldaten, da in den vergangenen drei Jahren zehntausende Soldaten beim elementaren Fitnesstest durchgefallen sind. "Too fat to fight" (Zu dick zum Kämpfen) titelte die Sonntagszeitung "Sunday Times".

Alle britischen Soldaten müssen zwei Mal pro Jahr einen Fitness-Test absolvieren. Männer unter 29 Jahren müssen dabei in zwei Minuten 44 Liegestütze und anschließend in zwei Minuten 50 Sit-ups absolvieren, bevor sie in maximal zehn Minuten eine Strecke von 2,4 Kilometer laufen. Für Frauen gelten etwas leichtere Bedingungen, mit zunehmendem Alter sinken zudem die Anforderungen. Wer bei dem Test durchfällt, muss ihn nach einer Woche wiederholen. Wer ihn langfristig nicht schafft, kann entlassen werden.

Laut der "Sunday Times" fielen zwischen April 2011 und März 2014 bei dem Test 29.600 Männer und 2.819 Frauen durch. Ein Armeesprecher sagte, die insgesamt mehr als 32.000 Betroffenen hätten elf Prozent der Gesamtzahl der Soldaten in dieser Zeit ausgemacht. Viele von ihnen hätten den Test später erfolgreich absolviert. Laut dem Zeitungsbericht waren in der selben Zeit über 22.000 Soldaten in derart schlechter Verfassung, dass sie ein erhöhtes Risiko von Diabetes, hohem Blutdruck und Herzproblemen aufwiesen.

Ein Offizier machte die zweifelhafte Ernährung in der Armee mitverantwortlich für den Gesundheitszustand der Soldaten. Er sagte der "Sunday Times", in Afghanistan etwa werde den Soldaten zum Frühstück Spiegelei mit Speck angeboten, Mittags gebe es Pommes frites und Abends Pizza, begleitet von Nachtischen wie Topfentorte.

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