Irak: Kurden rücken weiter auf Mossul vor

Rückeroberung

Irak: Kurden rücken weiter auf Mossul vor

Mit Unterstützung durch US-Luftangriffe sind kurdische Einheiten im Nordirak weiter auf die von IS-Extremisten kontrollierte Großstadt Mossul vorgerückt. Kurdische Peshmerga hätten rund 25 Kilometer östlich von Mossul fünf Dörfer zurückerobert, meldete die Nachrichtenseite Shafaaq News am Freitag. Die eingenommenen Orte liegen demnach an einer strategisch wichtigen Anhöhe.

Mossul rund 400 Kilometer nördlich von Bagdad ist die zweitgrößte Stadt des Iraks. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) kontrolliert sie seit Anfang Juni. Die kurdischen Einheiten hatten ihre Offensive gegen die Jihadisten im Nordirak vor rund einem Monat begonnen. Mitte August konnten sie den Mossul-Staudamm zurückerobern

Deutschland liefert Ausrüstung für Kurden in Irak
Die deutsche Bundesregierung hat in der Nacht zum Freitag die erste Tranche ihrer Ausrüstungshilfe für die Kurden im Irak auf den Weg gebracht. Vom Flughafen Leipzig/Halle aus startete ein Transportflugzeug der Bundeswehr mit einer Ladung defensiver Ausrüstungsgegenstände in den Irak, wie die Bundeswehr mitteilte. Die deutsche Bundesregierung unterstützt damit den Kampf der kurdischen Regionalregierung gegen die Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS).

Noch nicht in der Ladung enthalten waren Waffen, auf deren Lieferung an die Kurden sich die Bundesregierung am Sonntag verständigt hatte. Die erste Lieferung dieser Rüstungsgüter soll im Lauf des Septembers auf den Weg gebracht werden. Dabei wird es unter anderem um Panzerfäuste, Gewehre, Handgranaten und Munition gehen.

4000 Gefechtshelme und 700 Funkgeräte
An Bord der Maschine vom Typ Antonov waren rund 4000 Gefechtshelme und ebensoviele Schutzwesten für die kurdischen Kämpfer. Rund 700 Handfunkgeräte sollen die Kommunikation zwischen den kurdischen Verbänden verbessern. Zudem lieferte die Bundeswehr 680 spezielle Infrarot-Nachtsichtzielfernrohre. Auch Gerät zur Minen- und Munitionsbeseitigung war Bestandteil der Lieferung - so etwa 30 Minensonden, 20 Metallsuchgeräte sowie 40 Werkzeug- und Geräteausstattungen.

Erstes Ziel der Bundeswehrmaschine war die irakische Hauptstadt Bagdad, wo die Ladung von Regierungsbehörden inspiziert werden sollte. In Erbil sollte die Ladung dann an Vertreter der kurdischen Regionalregierung übergeben werden.

Die deutsche Regierung begründete die Rüstungshilfe für die Kurden damit, dass die IS-Kämpfer eine "existenzielle Gefahr" weit über die Grenzen des Iraks hinaus darstellten. Die Jihadistenmiliz kontrolliert im Irak und in Syrien große Gebiete, verfolgt grausam Minderheiten sowie Andersdenkende und brüstet sich in schockierenden Videos mit der Enthauptung von zwei US-Journalisten.


 

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