Wien im Zentrum von US-Agenten-Krimi

CIA-Affäre

Wien im Zentrum von US-Agenten-Krimi

Die US-Spionage-Affäre beim deutschen Bundesnachrichtendienst (BND) ist seit Samstag um eine Facette reicher – die Spur führt direkt nach Österreich! Der Spiegel berichtet jetzt, dass der BND-Mitarbeiter und mutmaßliche US-Spion Markus R. (31) aus der US-Botschaft in der Wiener Boltzmanngasse gesteuert worden sein soll.

Treffen in Salzburg, bis zu 200 Geheim-Dokumente
Doch damit nicht genug: Laut Spiegel soll sich Markus R. seit dem Jahr 2012 regelmäßig mit CIA-Agenten der Botschaft in Salzburg getroffen haben. Dort übergab er ihnen geheime Dokumente und kassierte dafür Geld. Über die Treffen berichtete ÖSTERREICH bereits vor zwei Wochen.

Es bedeute ein geringeres Entdeckungsrisiko, die sensible Quelle aus dem nahen Ausland zu lenken, hieß es. Aber: Würden die Agenten von den deutschen Ermittlern identifiziert werden, hätten sie im Falle eines Verfahrens keinen diplomatischen Schutz.

Verfassungsschutz prüft jetzt den Österreich-Bezug
Das Innenministerium ist jedenfalls alarmiert. „Wir stehen in engem Kontakt mit den deutschen Behörden. Der mutmaßliche Österreich-Bezug dieser Spionage-Affäre wird derzeit vom Verfassungsschutz überprüft“, sagt Ministeriums-Sprecher Karl-Heinz Grundböck gegenüber ÖSTERREICH. Von der US-Botschaft war niemand zu erreichen. Spion R., der mittlerweile verhaftet wurde, gab zu, über zwei Jahre bis zu 200 geheime Dokumente an die USA geliefert zu haben.

Zuletzt bot er seine Dienste dreist via unverschlüsselter E-Mails an.

Zwischen Washington und Berlin herrscht Eiszeit. Seit einer Woche haben Kanzlerin Merkel und US-Präsident Obama den Kontakt zueinander wegen der Affäre eingefroren.

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