Elfer verschossen

Gabriel, Arsenals tragischer Held

Arsenals Gabriel verschoss den entscheidenden Elfer im Finale © APA/AFP/NICOLAS TUCAT
In einem umkämpften Champions-League-Finale hätte Arsenals Verteidiger-Talisman Gabriel zur strahlenden Figur werden können. Statt seiner starken Tacklings über 120 Minuten, bleibt nun aber der verschossene Elfmeter in Erinnerung.

Davor warf sich der Brasilianer in jede Kugel und jeden Zweikampf, als wäre es der letzte in seiner Karriere. In einem Spiel, das seinen Helden und somit auch seinen Man of the Match vergeblich suchte, wäre Gabriel eine Wahl gewesen.

Doch was bleiben sollte, ist eine Erinnerung, die den 28-Jährigen bis an sein Lebensende nicht verlassen wird. John Terry lässt grüßen.

Gabriel muss sich mit Liga-Titel trösten

Wie auch der Chelsea-Kapitän im Königsklassen-Finale 2008 gegen Manchester United, feuerte auch Gabriel seinen Elfmeter weit über den Kasten.

Während der Elfer des Engländers, der aufgrund starken Regens ausrutschte, nicht der entscheidende war, traf es Arsenals Mann nun noch härter. Als fünfter Schütze der Gunners war der Königs-Thriller danach entschieden.

Das rechte Kreuzeck anvisiert, das Ziel aber weit verfehlt. Nun gilt es für Trainer Mikel Arteta, seinen Schützling wieder aufzubauen. Immerhin kostete er Arsenal den allerersten Champions-League-Titel, im erst zweiten Finale überhaupt.

Trösten kann sich Gabriel, sobald der Schmerz verflogen ist, aber immerhin mit dem ersten Premier-League-Titel der Londoner seit 2006. Und dort war er neben den Teamkollegen Raya und Declan Rice als einer der Spieler der Saison nominiert.

Bereits am Tag nach dem Finale geht es an die Titel-Parade in London. Dort werden die Fans ihren Helden trotz allem feiern, so viel ist klar.