Aufstand der Fußball-Zwerge
ÖFB-Auftaktgegner Jordanien schießt gegen UEFA-Boss
Die XXL-Weltmeisterschaft mit 48 teilnehmenden Nationen sorgt weiterhin für jede Menge Unruhe. Für viele Fans, vor allem in Europa, ist es schwer, in WM-Stimmung zu kommen, wenn man mitten in der Nacht Partien wie Kongo gegen Usbekistan zu sehen bekommt.
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UEFA-Boss Aleksander Ceferin ist ebenfalls kein Freund der Mega-Endrunde. 1973 Der Slowene hatte das neue 48er-Format der WM laut Medienberichten mit vielen "völlig uninteressanten Spielen" in Verbindung gebracht.
Aus europäischer Sicht ist die Kritik nachvollziehbar. Denn die UEFA hat im Vergleich zu anderen Verbänden nicht viel mehr Startplätze bekommen. Europa (+3) ist gegenüber Afrika (+5), Asien (+4) oder Nordamerika (+3) der große Verlierer der Startplatz-Vergabe.
Wirbel um Ceferin-Aussage
Gegenüber Medien kritisierte Ceferin die "völlig uninteressanten" Partien in den USA, Kanada und Mexiko, die er auf das drastisch reduzierte Leistungsniveau der kleineren Teilnehmerländer zurückführt.
Die Aussagen stoßen allerdings den betroffenen Ländern richtig auf. Deshalb kommt es derzeit zu einem Aufstand der Fußballzwerge. Der Auftaktgegner unserer Nationalmannschaft, Jordanien, hat mit den Verbänden von Kap Verde, Kongo, Curacao, Haiti und Usbekistan ein Statement aufgesetzt, wo man das Fußball-Oberhaupt Europas für die Aussagen stark kritisiert.
"Fußball gehört nicht einer ausgewählten Gruppe von Nationen", heißt es in einem gemeinsamen Statement. Damit soll darauf hingewiesen werden, dass es vor allem für die Bevölkerung der betroffenen Länder weit mehr als nur um die sportliche Qualifikation dabei geht.