Neue Luxus-Limousine

Infiniti greift A8, 7er und S-Klasse an

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Nissans Nobel-Tochter stellt imposante Studie "Q Inspiration" vor.

Infiniti  stellt auf der Detroit Motor Show 2018 (bis 29. Jänner) eine Studie vor, die einen Ausblick auf eine mögliche neue Luxus-Limousine von  Nissans  Nobel-Tochter gibt. Optisch und technisch ist der Q Inspiration Concept jedenfalls schon einmal ein Kracher, der durchaus das Zeug zum Herausforderer von Audi  A8 , Mercedes  S-Klasse , BMW  7er  oder Lexus  LS  hätte. Infiniti selbst schraubt die Erwartungen jedoch zurück. Die Studie werde so nie in Serie gehen. Sie soll hingegen vielmehr zeigen, wohin die Reise bei den Japanern in Sachen Technik und Design künftig geht.

Infiniti greift A8, 7er und S-Klasse an
© Infiniti
× Infiniti greift A8, 7er und S-Klasse an

Design

Wenn sich die künftigen Modelle der Marke an der Optik des Q Inspiration orientieren, steht einer rosigen Zukunft wohl nichts im Weg. Die große Luxuslimousine wirkt im Vergleich zum eher klobigen  Q70  wie aus einem Guss. Dafür sorgen vor allem eher ungewöhnliche Proportionen mit einer kurzen Motorhaube und einer sehr langen Fahrgastzelle. Dank kurzen Überhängen und Coupé-artiger Dachlinie wirkt die Studie dennoch sehr dynamisch. Während die Front mit dem großen, teils geschlossenen Grill, der zerklüfteten Schürze und den Scheinwerferschlitzen sehr aggressiv wirkt, strahlt das Heck eine gewisse Ruhe aus. Hier sorgen die flachen, per Leuchtenband verbundenen Rücklichter und die Chromleiste im unteren Bereich für einen stämmigen Auftritt. Ausgestellte Radhäuser und das Fehlen jeglicher Spoiler rundet den stimmigen Abgang ab.

Innenraum

Innen wartet auf die bis zu vier Passagiere eine reduziert gestylte Wohlfühloase, die jegliche Außengeräusche fernhalten soll. Geentert wird der Q Inspiration über gegenläufig öffnende Türen. Luxuskunden dürfte vor allem gefallen, dass jeder Passagier über einen eigenen Touchscreen inklusive eines Regenerations- und Meditations-Modus verfügt. Bei Letzterem überwacht das Auto die wichtigsten Vitalfunktionen und reagiert gegebenenfalls. So werden bei Stress die Anzeigen auf das Wesentliche reduziert und eine geführte Meditation eingeleitet. Der Fahrer blickt auf ein volldigitales Cockpit, dessen Bildschirm sich über die gesamte Fahrzeugbreite erstreckt. Der Beifahrer kann das Display für Videoanrufe oder andere (Online-)Funktionen nutzen. Die eigentliche Bedieneinheit sitzt eine Ebene tiefer und reicht weit in den Innenraum hinein. Sie reagiert auf Touchbefehle und blendet immer jene Funktionen (Radio, Klima, Navi, etc.) ein, die gerade gebraucht werden. Im erfreulich cleanen Lenkrad befindet sich unter anderem der Startknopf.

Infiniti greift A8, 7er und S-Klasse an
© Infiniti
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Technik

Unter der Haube kommt das innovative Serientriebwerk des QX50 zum Einsatz. Wie berichtet, setzt der neue 2,0-Liter Vierzylinder-Turbobenziner auf eine variable Verdichtung, die zu einer deutlichen Verbrauchsreduktion führen soll. Fahrleistungen nennt Infiniti für den Q Inspiration aber nicht. Viel wichtiger scheint ohnehin die verbaute Technik zum autonomen Fahren zu sein. Diese heißt beim japanischen Hersteller ProPilot und wird bereits  auf öffentlichen Straßen getestet . Ein komplexes System aus Radar und Kamera überwacht ständig das Fahrzeugumfeld. Auf Wunsch überlässt der ProPilot dem Fahrer die Kontrolle über das Fahrzeug, unterstützt ihn dabei aber im Hintergrund als eine Art Co-Pilot und weist ihn auch auf mögliche Gefahren hin. Will man nicht selber fahren, kann man das Fahren aber auch dem Auto überlassen. So kann der Q Inspiration völlig autonom eine Start-Ziel-Fahrt absolvieren – inklusive mehrspurigen Autobahnen und Kreuzungen. Dafür muss man ihm vor der Abfahrt lediglich die gewünschte Zieladresse ins Navi spielen. 

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Fazit

Nissans Nobeltochter strebt offenbar nach Höherem. Die neue Studie ist ein klarer Fingerzeig an die Premium-Konkurrenz. Der Inspiration Q wird zwar nie in Serie gehen, dennoch zeigt er, wohin sich Infiniti entwickeln will. Klares Design, innovative Technik und effiziente Antriebe sind für eine erfolgreiche Zukunft ein Muss. Darüber sind sich die Japaner offenbar bewusst.

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