182.000 (!) Dosen nicht verimpft

Ein Viertel der Dosen im Land nicht verimpft

182.000 (!) Dosen nicht verimpft

ÖSTERREICH-Recherchen zeigen: 182.000 Impfdosen liegen ungenützt herum!

Wien. Ganze 825.315 Impfdosen sind derzeit in Österreich. Und zwar 596.115 von Biontech-Pfizer, 73.200 von Moderna und 156.000 von AstraZeneca. Die offiziellen Zahlen des Gesundheitsministeriums zeigen aber, dass nur 642.745 Impfdosen auch tatsächlich ausgeliefert worden sind, um vor Ort verimpft zu werden. Demnach liegen ganze 182.570 Impfdosen derzeit auf Eis. Das wären mehr als 22 Prozent der in Österreich verfügbaren Impf­dosen, die derzeit nicht eingesetzt werden.

Ministerium bestätigt Handlungsbedarf

Nachfrage. ÖSTERREICH hat im Gesundheitsministerium nachgefragt und erfahren, dass die Rechnung aufgeht. „Tatsächlich sieht es so aus, als werde der Impfstoff nicht gleich ausgeliefert“, heißt es von einer Sprecherin auf 
ÖSTERREICH-Anfrage.

Die Ausrede des Gesundheitsministeriums: Es sei möglich, dass Impfstoff erst unterwegs nach Österreich seien und trotzdem schon unter „geliefert“ aufscheine. Zum anderen müsse man sich auch sehr genau mit den Bundesländern abstimmen. Wenn diese große Impf-Aktionen planen, dann könnte sich die Auslieferung verzögern. Insgesamt sei es aber wohl tatsächlich so, dass der Großteil der 182.000 Impfdosen derzeit in großen Zentrallagern in Österreich im wahrsten Sinne des Wortes auf Eis liegen.

Am Freitag wurde mehr geimpft als je zuvor

Erfolg. Auf Kritik, dass vor allem junge Menschen geimpft werden (siehe unten), kontert das Ministerium, dass Krankenhaus- und Pflegepersonal geimpft werden muss. Dieses passiere in Phase 1, so wie die Impfung der Heimbewohner. Die meisten Pflege- und Altenheimbewohner seien bereits vollständig immunisiert. Einen Erfolg gab es am Freitag: 38.784 Menschen haben an diesem Tag eine Corona-Schutzimpfung erhalten. Mehr als je zuvor.

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