Anschober mit Ansage: Das sind die drei Lockdown-Ziele

Tipps vom Gesundheitsminister

Lüften und Testen: Anschober erklärt, wie wir Weihnachten feiern sollen

Gesundheitsminister Anschober gibt Tipps für das Weihnachtsfest in der Corona-Krise.

Wegen der Corona-Pandemie gibt es heuer spezielle Regeln zu beachten. Zusammenkünfte sind am 24. und 25. Dezember nur für maximal 10 Personen (unabhängig der Anzahl an verschiedenen Haushalten) erlaubt. Um die Feiertage sicher und ohne Ansteckung zu verbringen, gibt der Gesundheitsminister nun Tipps für das Weihnachtsfest:

  • Weihnachtsgruppe definieren
  • Testen
  • Mund-Nasen-Schutz
  • Abstand
  • Hygiene und Lüften

Anschober: "Lassen Sie sich vor dem Weihnachtsfest testen!"

"Für eine Vielzahl der Personen ist das Weihnachtsfest mit einem Besuch bei den Großeltern, Eltern und Familienmitgliedern aber auch guten Freunden verbunden. Das birgt neben großer Freude aber auch die Gefahr, eine unerkannte oder noch nicht ausgebrochene Infektion zu verbreiten. Viele Bundesländer bieten daher in den Vor-Weihnachtstagen die Möglichkeit an, sich kostenlos auf COVID-19 testen zu lassen. Nehmen Sie diese Möglichkeit bitte jedenfalls in Anspruch, bevor Sie Ihre Familien zu Weihnachten besuchen und minimieren Sie somit das Risiko unbewusst Ihre Liebsten anzustecken. Jedenfalls bieten ausgewählte Apotheken nach wie vor die Möglichkeit von Schnelltests an. Diese sind zwar kostenpflichtig aber neben einem Ergebnis erhält man auch ein gutes Gewissen, seine Liebsten nicht zu gefährden, wenn man sie über Weihnachten besucht", heißt es in einer Aussendung des Gesundheitsministers.

Nur mit engsten Familienmitgliedern und Freunden Weihnachten feiern

"Am 24. sowie 25. Dezember sind Zusammenkünfte von max. 10 Personen – unabhängig der Anzahl an verschiedenen Haushalten – möglich. Auch wenn dies einladend klingt, bitten wir Sie dennoch, Ihr Weihnachtsfest auf ein nötiges Maß an Personen zu reduzieren. Vor allem beim Besuch der Großeltern oder bei Treffen mit Angehörigen der Hochrisikogruppen sollte heuer ein besonderes Augenmerk daraufgelegt werden, diese so vernünftig wie möglich zu gestalten", so Anschober in der Aussendung. Er fügt folgende Punkte hinzu: 

"Weihnachtsgruppe" definieren

Versuchen Sie über die Weihnachtstage eine Gruppe zu definieren, mit denen Sie Ihr Weihnachtsfest feiern werden und vermeiden Sie, zwischen verschiedenen Gruppen zu wechseln. Das kann durchaus dazu beitragen, dass eine etwaige Infektion nicht an eine Vielzahl von Personen weitergegeben wird. Ebenso bitten wir Sie, vom Zusammentreffen mehrerer Gruppen Abstand zu nehmen, in geschlossenen Räumen sowie im Freien.

Technische Vorteile nutzen

Auch zu Weihnachten gilt: Versuchen Sie lange Reisen zu Familienmitgliedern und physischen Kontakt so gut es geht zu vermeiden. Nutzen Sie die Vorteile des technischen Fortschritts und lassen Sie sich zu anderen Weihnachtsfeiern z.B. über Telefon- bzw. Videokonferenz zu schalten. Installieren Sie jetzt noch die Stopp-Corona-App, sollten Sie das bisher noch nicht getan haben.

Zusammenkünfte kurz halten

Auch wenn die Ausgangsbeschränkungen am 24. sowie 25. Dezember nicht gelten, versuchen Sie Feiern möglichst kurz zu halten. Je länger sich viele Personen unterschiedlicher Haushalte auf engem geschlossenen Raum aufhalten, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, eine etwaige Infektion weiter zu geben. Der Mund-Nasen-Schutz ist auch sorgt auch zu Weihnachten für zusätzliche Sicherheit.

Lüften Sie regelmäßig

Um die Wahrscheinlichkeit einer Infektion mit COVID-19 bei Zusammenkünften zu Weihnachten zu vermeiden, bitten wir Sie, die Räumlichkeiten während dem Weihnachtsfest regelmäßig zu lüften. Vor allem bei einer Vielzahl von Personen unterschiedlicher Haushalte auf engem Raum sollte darauf Bedacht genommen werden.

Neue Traditionen starten

Die eigenen Traditionen zu Weihnachtsfestivitäten kennen viele noch aus ihrer Kindheit. Dazu zählen zumeist auch das gemeinsame Weihnachtsessen sowie das Verteilen der Geschenke beim Weihnachtsbaum. Die Traditionen werden zumeist auch an die eigenen Kinder weitergegeben, sodass zu Weihnachten oft mehrere Generationen zusammenkommen. Um große Zusammenkünfte zu vermeiden, versuchen Sie heuer eventuell neue Traditionen zu starten und größere Treffen bzw. Treffen von Kindern mit Großeltern oder Angehörigen von Hochrisikogruppen bedachter zu gestalten. Bedenken Sie, dass ein FFP2 Maske hier zusätzlichen Schutz bietet. Hierzu bieten sich z.B. ein Weihnachtsspaziergang im Park oder ein gemeinsamer heißer Tee im Garten an mit ausreichend Abstand zu einander an.

"Abstand halten und Vorsicht walten lassen"

Weihnachten ist das Fest der Liebe, der Wertschätzung und der Sinnlichkeit. Auch wenn es schwerfällt, ist es besonders bei Zusammenkünften von mehreren Personen wichtig, stets die empfohlenen Sicherheitsmaßnahmen zu beachten. Dahingehend bitten wir Sie: Halten Sie zueinander einen vernünftigen Abstand, tragen Sie, wenn es möglich ist, einen eng anliegenden Mund- und Nasenschutz und desinfizieren Sie sich regelmäßig die Hände. Kein Geschenk ist wertvoller als aufeinander Rücksicht zu nehmen und dafür zu sorgen, dass Ihre Liebsten gesund bleiben.

Eigenes Geschirr benutzen

Bei Familienfeiern wird auch gerne mal vom Getränk oder den Speisen des anderen gekostet. Dies birgt jedenfalls eine Möglichkeit der Weitergabe einer etwaigen Infektion. Verwenden Sie daher bitte stets nur Ihr eigenes Besteck und eigenes Glas.

Andere Arten der Wertschätzung

Als Zeichen der Zuneigung und des Dankes sind wir gewohnt, unsere Mitmenschen zu umarmen. Vor allem beim Verteilen der Weihnachtsgeschenke drücken wir unseren Dank gerne durch innige Umarmungen aus. In Zeiten der gegenwärtigen Pandemie bitten wir auch hier heuer Ihren Dank auf andere Art und Weise auszudrücken. Zum Beispiel mit einem Lächeln und mit dankenden Worten.

Angehörigen im Altersheim schützen

Auch wenn es besonders zu Weihnachten schwerfällt, ist es besser, in dieser herausfordernden Zeit so wenig Kontakt wie möglich zu haben. Holen Sie daher Ihre Angehörigen nicht ab, um Weihnachten gemeinsam zu Hause zu verbringen. Denken Sie bitte daran, dass bereits eine einzige mitgebrachte Infektion in einem Alten- oder Pflegeheim verheerende Auswirkungen auf die gesamten Bewohnerinnen und Bewohner, aber auch das Personal haben kann. Nutzen Sie elektronische Hilfsmittel, oder besuchen Sie Ihre Angehörigen im Heim vor Ort – unter geregelten Bedingungen zum Schutz aller Bewohnerinnen und Bewohner. In der Zeit von 24. bis einschließlich 25. Dezember sind Besuche im Altenheim in beschränktem Ausmaß erlaubt: An diesen Tagen dürfen zwei Personen aus einem Haushalt eine Bewohnerin oder einen Bewohner insgesamt zwei Mal besuchen. Nehmen Sie dabei vorab die kostenlose Möglichkeit der Testungen in den Bundesländern in Anspruch, achten Sie während Ihres Besuches auf den Abstand, tragen Sie eine FFP2 Maske und agieren Sie mit besonderer Vorsicht.


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