Coronavirus im größten Flüchtlingslager der Welt

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Coronavirus im größten Flüchtlingslager der Welt

Das größte Flüchtlingslager der Welt heißt Kutupalong. Für hunderttausende Rohingya, eine Minderheit aus dem buddhistischen Myanmar, droht Leid, Elend und der Tod durch das Coronavirus.

Bis zu eine Million Rohingya-Flüchtlinge haben Angst um ihr Leben. Das größte Flüchtlingslager der Welt droht zu einem Ort des „Todes und der Zerstörung“ zu werden, wenn das Coronavirus eintrifft.

Helfer beschreiben Situation als „unmöglich“

Die Gruppe der Rohingya sind 2017 vor der ethnischen Verfolgung in Myanmar geflohen. Im Basargebiet von Cox in Bangladesch wurde ein Flüchtlingslager eingerichtet. Wie Helfer vor Ort berichten, sind die Bedingungen aussichtslos. „Social Distancing“ und die Einhaltung einer Grundhygiene ist „unmöglich“.

Es fehlt an allem

Obwohl mittlerweile einige Leute Masken tragen, stellt sich das Gesamtbild düster dar. Es fehlt an allem. Desinfektionsmittel und Handschuhe sind praktisch nicht vorhanden. Einer der Flüchtlinge, Aziz Khan (23), sagt gegenüber der britischen Zeitung Metro: "Was wir brauchen, ist sauberes Wasser und medizinische Hilfe."

„Social Distancing“ nicht möglich

Der Vize-Direktor der NGO „Restless Beings“ Mabrur Ahmed, schildert die dramatische Situation: „In Bambushütten leben über eine Million Menschen in unmittelbarer Nähe. Die bangladeschische Regierung hat das Internet abgeschaltet und ganz plötzlich eine Sperre verhängt. Das Wasser ist schwer zugänglich, die Rohingya sind oft auf kommunales Wasser angewiesen. Wenn dieses Virus eintrifft, werden hunderttausende Menschen ums Leben kommen.“

Ein Helfer vor Ort, Amjad Parvez, befürchtet sogar eine „Verwüstung, wenn das Virus das Lager erreicht.“

Spendenaufruf

Die internationale Menschenrechtsorganisation „Restless Beings“ bittet um Unterstützung und wendet sich an die internationale Gemeinschaft. Mit einer Spende von 3,5 Euro unterstützt man eine Familie mit einem „Support Pack“. Dieses beinhaltet vier Gesichtsmasken, zwei Seifen und fiebersenkende Medikamente.

Weitere Informationen zu „Restless Beings

Zur Spenderseite von „Restless Beings“