Schulstart in Wien und Niederösterreich
Eltern klagen an: ''Viele Lehrer sind Impfmuffel''
Heute endet in Wien und Niederösterreich der Fernunterricht. Wie im Rest Österreichs sind Volksschüler wieder fünf Tage im Präsenzunterricht, ältere im Schichtbetrieb. Ab 17. Mai herrscht für alle Präsenzunterricht. Doch sind die Lehrer schon geimpft? Verschiedene Quellen legen nahe, dass das erst bei der Hälfte der Fall ist. ÖSTERREICH erfährt von der Elternvertreterin Evelyn Kometter: „Lehrer sind Impfmuffel.“
Ein Grund: „Beamte wollen sich den Impfstoff gerne selber aussuchen. Viele wollen Johnson & Johnson oder Pfizer. Bei AstraZeneca kommen sie nicht.“
Taktieren um den "richtigen" Impfstoff
So hätten viele Lehrer, welche zuerst ohne Impfung nicht unterrichten wollten, diese verstreichen lassen – aus Angst vor Astra. „Die Abmeldungen von den Impfterminen liegen im zweistelligen Prozentbereich“, bemerkt die Elternverbands-Vorsitzende. Und legt noch nach: „Die Bundeslehrer haben im Fernunterricht nur 30 % unterrichtet. Aber kein einziger Lehrer war in Kurzarbeit.“
Offizielle Zahlen zur Lehrer-Impfung gibt es nicht. Aus Salzburg heißt es, dass sich nur 42 % des Bildungspersonals impfen ließen. Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) beschwichtigt: „Einige wurden bereits als Angehörige einer Risikogruppe geimpft, andere haben eine schwangere Frau oder sind bereits in der Altersgruppe, die Impfungen erhält.“
Faßmann mit AstraZeneca geimpft
Mit gutem Vorbild ging Faßmann am 16. April voran, ließ sich mit AstraZeneca impfen. Es gibt Vermutungen, dass er damit auch die Lehrer animieren wollte, sich mit dem ungeliebten Vakzin impfen zu lassen.
ÖSTERREICH hat sich unter Lehrern umgehört: „Junge Kolleginnen ließen vor der Impfung vom Arzt checken, ob ihr Blut dünnflüssig genug ist. Andere verzichteten ganz.“
Laut Lehrervertreter Paul Kimberger haben noch gar nicht alle Lehrer ein erstes Impfangebot bekommen: Und von Impfschutz könne man sowieso erst nach dem zweiten Stich sprechen.
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