Die Tagespresse bringt den "Blümel Coin" an den Start

Satiremagazin startet Kryptowährung

Die Tagespresse bringt den "Blümel Coin" an den Start

Kryptowährung des Satiremagazins als Seitenhieb auf den Finanzminister Gernot Blümel. 

"Die Tagespresse" nimmt mit ihren satirischen Beiträgen regelmäßig unter anderem die heimische Politik auf die Schippe. Aktuell scheinen dabei prominente ÖVP-Mitglieder im Fokus zu stehen. Wenige Wochen nachdem gegen den Mandatar Andreas Hanger wegen "sittenwirdrigem Wettbwerbs"   eine Klage eingebracht wurde  (mittlerweile wieder zurückgezogen), ist nun der Finanzminister Gernot Blümel ins Visier des Satiremagazins geraten. So hat die Tagespresse am Montag den Start einer Kryptowährung namens „Blümel Coin“ angekündigt.

„Für jede/n Österreicher/in“

Laut eigenen Angaben basiert die Spaßwährung auf der Blockchain der bekannten Kryptowährung Etherum. Auf einer eigenen Homepagee werden zahlreiche Details zum Blümel Coin aufgelistet. Demnach handle es sich dabei um eine Kryptowährung für Österreich und die ganze Welt. Zudem soll es einen Blümel für jede/n Österreicher/in geben. Konkret spricht Die Tagespresse von 8,92 Millionen Tokens.

Blümel, Blümchen, Blüte

Doch damit der satirische Anspruch auch richtig erfüllt wird, funktioniert das dann doch nicht so einfach. Denn damit der Blümel Coin als Geldmittel akzeptiert werde, sei eine möglichst ungerechte Verteilung notwendig. Daher könnten nur die ersten 89.200 Personen 100 Blümel kostenlos erhalten. Und die Seitenhiebe gegen den Finanzminister gehen noch weiter: „0,01 Blümel ist ein Blümchen, 1000 Blümel sind eine Blüte“, ist auf der Website zu lesen. Das Blümel Coin-Team besteht übrigens aus vier verschiedenen Gernot Blümel. Er habe zwar keine Ahnung von der Blockchain, dennoch wolle der Finanzminister mit der neuen Währung der Zukunft "Grüß Gernot" sagen, so das Satiremagazin.

© Screenshot: https://blümel.finance/ / Die Tagespresse
Die Tagespresse bringt den
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Transaktionskosten

Mit dem Blümel Coin dürfte das Team rund um den Die Tagespresse-Gründer Fritz Jergitsch einmal mehr für Furore sorgen. Interessenten der 100 kostenlosen Tokens sollten jedoch bedenken, dass bei der Ethereum-Blockchain Transaktionskosten anfallen. Und diese sind nicht gerade günstig.

Nicht die erste Spaßwährung

Dass derartige Krypto-Spaßwährungen ein voller Erfolg werden können, hat heuer unter anderem der Dogecoin bewiesen. Dieser erzielte in den ersten fünf Monaten des Jahres 2021 ein Kursplus von rund 15.000 (!) Prozent - das war selbst für den boomenden Kryptowährungsmarkt außergewöhnlich. Wer Anfang Jänner 1.000 Dollar (829,26 Euro) in Dogecoins gesteckt hätte, hätte das Geld - zumindest auf dem Papier – bis Mai auf über 150.000 Dollar vermehrt. Derartige Kursrallyes dürfte der Blümel Coin aber mit großer Wahrscheinlichkeit nicht hinlegen.
  



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