Facebook-Posting kostet Eltern 58.000 Euro

Tochter zu auskunftsfreudig

Facebook-Posting kostet Eltern 58.000 Euro

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Unüberlegte Aktion eines Teenagers hat für die Familie bittere Folgen.

In den USA kommt nun ein Facebook -Posting eines Mädchens dessen Familie teuer zu stehen. Die Tochter eines ehemaligen Schuldirektors hat in dem Sozialen Netzwerk nämlich Informationen ausgeplaudert, durch die den Eltern nun 80.000 US-Dollar (ca. 58.000 Euro) durch die Lappen gehen.

Vergleichszahlung
Laut einem Bericht des Miami Herald hatte die Sache eine unrühmliche Vorgeschichte. Im Jahr 2010 wurde dem damals 65-jährigen Vater gekündigt. Dieser klagte die Schule wegen Altersdiskriminierung. Aufgrund eines außergerichtlichen Vergleichs kam es letztendlich aber doch zu keinem Prozess. Die Schule und der Ex-Direktor einigten sich auf eine Schadenersatzzahlung von 80.000 Dollar. Dabei wurde aber auch eine Bedingung vereinbart: Beide Seiten verpflichteten sich den Inhalt der Vereinbarung geheim zu halten. Dies klappte zunächst auch ganz gut.

Facebook-Posting
Doch der Ex-Direktor machte einen entscheidenden Fehler. Er und seine Frau (war eingeweiht) sprachen mit ihrer Tochter über die vereinbarte Vergleichszahlung. Diese hielt sich aber nicht an die Verschwiegenheitspflicht und postete auf Facebook, dass ihr Vater den Prozess gegen seine ehemalige Schule gewonnen habe. Rund vier Tage nachdem das Posting veröffentlicht wurde, erfuhren auch die Anwälte der Gegenseite davon. Für diese war es nun ein Leichtes, den ausgehandelten Vergleich erfolgreich anzufechten. Die Schule muss die 80.000 Dollar nun nicht zahlen.

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Fotos: Facebook kauft WhatsApp

Facebook-Chaf Mark Zuckerberg kauft mit WhatsApp einen der weltweit populärsten Kurznachrichten-Dienste.

WhatsApp schalte keine Werbung und müsse deshalb auch keine Nutzerdaten auswerten, betonte Mitgründer Jan Koum gebetsmühlenartig. "Wir interessieren uns nicht für Informationen über unsere Nutzer", erklärte er noch im Jänner.

Jetzt schlüpft WhatsApp aber ausgerechnet bei einem Unternehmen unter, das davon lebt, die Werbung an sein ausgiebiges Wissen über die 1,2 Milliarden Mitglieder anzupassen.

Das weltgrößte Online-Netzwerk holt sich damit auf einen Schlag 450 Millionen Nutzer samt Zugang zu ihren Daten und Adressbüchern.

Für die WhatsApp-Nutzer werde sich nichts ändern, versprach Koum so auch rasch in einem Blogeintrag, nachdem der 19 Mrd. Dollar (13,8 Mrd. Euro) schwere Deal bekanntgegeben wurde.

Darüber, was sich hinter den Kulissen von WhatsApp mit dem Verkauf an Facebook ändern könnte, schwiegen sich die Chefs aus.

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