Allen Weinstein (l.) mit den Fotoalben

Deutschland

Rückgabe von NS-Raubkunst soll schneller gehen

Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) macht weiter Druck bei der Rückgabe von NS-Raubkunst.

Dazu soll die Nachforschung in deutschen Museen nach Kunstwerken von meist jüdischen Eigentümern, die von den Nationalsozialisten enteignet oder zum Verkauf ihres Besitzes gezwungen wurden, verstärkt werden, wie er am Mittwoch ankündigte.

Die Rückgabe von Kunstwerken soll in Deutschland künftig "transparenter, koordinierter und nachvollziehbarer" werden. So wird beim Institut für Museumsforschung der Stiftung Preußischer Kulturbesitz bereits im Jänner 2008 eine eigene Arbeitsstelle für die sogenannte Provenienzrecherche und -forschung eingerichtet.

Eine Million Euro ab 2008
Die Arbeitsstelle, für die ab 2008 eine Million Euro jährlich zur Verfügung steht, soll Museen, Bibliotheken und Archive dabei unterstützen, Kulturgüter zu identifizieren, die in der NS-Zeit den rechtmäßigen Eigentümern entzogen wurden. Außerdem wird bei der Koordinierungsstelle für Kulturgutverluste in Magdeburg ein Fachbeirat eingerichtet, der die Zusammenarbeit mit den Museen "besser und vertrauensvoller" gestalten soll.

Eine von Neumann eingerichtete Arbeitsgruppe von Bund, Ländern und Kommunen sowie Museen und anderen Kultureinrichtungen hatte sich am Mittwoch zu einer abschließenden Sitzung getroffen.