Promikinder erobern das Kino

Karriere vor der Kamera

Promikinder erobern das Kino

Patrick Schwarzenegger hat mit Daddy Arnold viel gemein. Der 24-Jährige zeigt sich gerne in Lederhosen, verweist stolz auf die österreichischen Wurzeln des Vaters, hat dessen kantiges Gesicht und tritt aktuelle mit "Midnight Sun" beruflich in die Fußstapfen des Actionstars. Letzteres gilt auch für Dakota Johnson, die als SM-Gespielin in der Erotiktrilogie "Fifty Shades of Grey" zu sehen ist.
 
Damit ist sie nun bekannter als ihre Eltern, die früheren Schauspielsuperstars Melanie Griffith ("Die Waffen der Frauen") und Don Johnson ("Miami Vice"). Sie gaben ihrer Tochter für die freizügige Rolle volle Rückendeckung. "Aufgepasst Welt! Hier kommt sie!!!", begeisterte sich Griffith als "stolze Mutter" in einem Tweet, als die Rolle 2013 an ihr "schönes Kind" vergeben wurde.
 

Sprungbrett für Karriere

Ein berühmter Nachname kann das Sprungbrett für die Karriere sein, vor allem, wenn die Eltern gemeinsam mit ihren Sprösslingen auftreten. Will Smith spannte Willow und Jaden, seine Kinder mit Schauspielerin Jada Pinkett, schon früh für Dreharbeiten ein. Mit 7 Jahren mimte Willow (jetzt 17) in "I Am Legend" seine Leinwandtochter. Mit neun war Sohn Jaden (jetzt 19) neben ihm in "Das Streben nach Glück" (2007) zu sehen.
 
"Es ist wunderbar, dass meine Kinder schauspielern wollen - damit kann ich ihnen doch am meisten helfen", schwärmte Smith bei der "I Am Legend"-Premiere in Berlin. Auch für "After Earth" stand das Vater-Sohn-Gespann vor der Kamera, erntete dafür aber 2014 den Spottpreis "Goldene Himbeere" als schlechtestes Leinwandpaar. Als "Karate Kid" hatte Jaden zuvor - ohne Daddy - mehr Erfolg.
 
Johnny Depp drehte mit Tochter Lily-Rose - ihre Mutter ist Vanessa Paradis - die beiden Filme "Tusk" und "Yoga Hosers". Die 18-Jährige, die als Schauspielerin und Model arbeitet, bescheinigte ihren Eltern im Interview mit der britischen "Vogue": "Sie haben mir immer zugetraut, eigenständig zu sein und meine eigenen Entscheidungen zu treffen."
 

Kampf für eigenes Image

Mamie Gummer (34) ist die Abstammung sofort anzusehen. Sie ist der Oscar-Preisträgerin Meryl Streep wie aus dem Gesicht geschnitten. Das habe ihrer eigenen Karriere zu schaffen gemacht, räumte die Älteste der drei Streep-Töchter in Interviews ein. Sie habe nie unerkannt für Rollen vorsprechen können. Doch ihr Talent konnte sie zuletzt in der Tragikomödie "Ricki - Wie Familie so ist" (2015) beweisen, an der Seite von Streep, zusammen glänzen sie als entfremdetes Mutter-Tochter-Duo.
 
Auch Colin Hanks ("Jumanji: Willkommen im Dschungel") kämpfte lange für ein eigenes Image. Der 40-jährige Sohn von Oscar-Preisträger Tom Hanks grenzte sich bewusst von dem Nice-Guy-Image seines Vaters ab. In der US-Fernsehserie "Dexter" spielte er einen Serienmörder. Er freue sich, den Leuten ein bisschen Angst zu machen, sagte er im Interview mit der "Los Angeles Times".
 
Ihre berühmten Nachnamen sind auch für Max Irons (32, "Die Frau in Gold") und Scott Eastwood (31) eine zweischneidige Sache. In Interviews werde er immer nach seinem Dad gefragt, klagte der Sohn des britischen Stars Jeremy Irons in der Zeitung "The Independent". Er laufe zudem Gefahr, mit Günstlingswirtschaft in Verbindung gebracht zu werden. Einen gemeinsamen Dreh mit seinem Vater könne er sich jedenfalls nicht vorstellen.
 
Er habe hart an seinem Hollywooderfolg gearbeitet, stellte Scott Eastwood im Februar im Interview mit dem Entertainmentdienst "Yahoo7 Be" klar. Es war sein eigener Verdienst, nicht der seines legendären Vaters Clint Eastwood, erklärte der Promisohn. Selbst für seine ersten kleinen Rollen in den Eastwood-Filmen "Flags of Our Fathers" und "Gran Torino" habe er bei seinem Vater vorsprechen müssen. "Ich glaube, er mag mich nicht in seinen Filmen", witzelte Scott in der Talkshow von Conan O'Brien. Doch nun geht es längst ohne Daddy. Nach seiner Hauptrolle in dem Liebesfilm "Kein Ort ohne dich" (2015) und kleineren Auftritten in "Snowden", "Suicide Squad" und "Fast & Furious 8" trumpft Eastwood Jr. nun an der Seite von "Star Wars"-Darsteller John Boyega in dem Actionstreifen "Pacific Rim: Uprising" auf.
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