Das oe24-Interview

ESC-Star Cosmó: Den Schas gewinnen? „Natürlich nehme ich das!“

28.02.2026

Eine Woche zwischen Triumph und Hass. Unser neuer Song-Contest-Star hat nach seinem Sieg in der ORF-Show mit einem widerlichen Shitstorm zu kämpfen. Jetzt spricht er Klartext! 

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Im Internet tobte zuletzt ein Shitstorm gegen Sie:
COSMÓ:
Ich möchte zuallererst sagen, dass ich es super finde, dass sich jeder eine Meinung bildet. Ich finde es auch total schön, dass wir diskutieren können. Ich habe in den letzten Tagen nur Positives mitbekommen von den Menschen, die ich getroffen habe und das war eine große Freude. Ich bin ganz wenig am Handy, und wenn, dann bloß auf WhatsApp, wo ich noch die vielen lieben Nachrichten beantworte. Das ist für mich gerade die Realität. Die Steine habe ich noch nicht so wirklich gespürt bis jetzt

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Sie haben aber auch sehr viel Zuspruch bekommen. Von Caroline Athanasiadis bis Martina Rupp.
COSMÓ:
Ich finde, es ist schön, so wie es ist . Auch dass Caroline diese lieben Worte gefunden hat und dass sich Eberhard Forcher und der ORF-Generaldirektor gemeldet haben. Ich habe sehr viele liebe Nachrichten bekommen. Jedes Mal, wenn ich kurz auf Social Media bin und solche Sachen sehe, geht mir das Herz auf!

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Sie hatten schon vor der ORF-Show große Unterstützer. Vom Landeshauptmann Doskozil bis zur Uni-Fraktion, die alle für Sie geworben haben.
COSMÓ:
Das macht einen schon stolz, dass sie das für mich gemacht haben. Es ist ja nicht selbstverständlich Unterstützung zu bekommen.

"Ich mache das für alle Österreicherinnen und Österreicher!" 

Ist Ihnen bewusst, dass sie am 16. Mai ganz Österreich vertreten?
COSMÓ:
Langsam wird es mir bewusst. Aber ich mache das für die Menschen in unserem Land. Für alle Österreicherinnen und Österreicher.

Wie ist Ihre Song Contest-Historie?
COSMÓ:
2014 saß ich vorm Fernseher und habe gesehen, wie Conchita Wurst gewonnen hat. Das war für mich die Initialzündung: Österreich ist richtig stark beim ESC. Und das hat man in den letzten Jahren auch so deutlich gesehen mit Thea und Salena, mit JJ. Und das ist super motivierend. Ich bin auch sehr froh darüber, dass wir schon beim Vienna Calling dabei waren. Dass wir da schon eine Kostprobe bekommen haben vom Eurovision Song Contest. Jetzt dann in Wien beim Song Contest dabei zu sein damit geht ein Traum in Erfüllung. Auch, weil wir überhaupt nicht erwartet haben, dass wir da weiterkommen.

Das Voting beim Song Contest im Mai wird dann noch etwas nervenaufreibender und noch länger als bei der ORF-Vorentscheidung
COSMÓ:
Natürlich, aber wir werden mal nach der Performance einmal ausatmen. Und die Couchen sind ja Gott sei Dank ganz gemütlich da in der Wiener Stadthalle, dann werden wir das genießen.

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Holt man sich dafür Tipps. Wir haben ja mit Conchita und JJ zwei Sieger, die man um Rat fragen könnte
COSMÓ:
Ich bin sehr froh, dass ich JJ schon bei Vienna Calling treffen konnte. Wir werden uns da auf jeden Fall noch austauschen. Mit Conchita habe ich leider noch nicht die Ehre gehabt, aber darauf würde ich mich auch sehr freuen.

Den ESC-Hit „Tanzschein“ haben Sie Ihrer Mama gewidmet
COSMÓ:  
Ich bin so stolz, dass ich so eine Mama habe. Sie ist nicht nur meine Assistentin, sondern auch die Frau, die mich vor 19 Jahren geboren hat. Hinter jedem Performer steckt so eine Frau. Die Mama. Und die sind die Besten. Aber mittlerweile, wenn ich mir die ganzen Social Media Videos anschaue, gehört der Song allen, die zu ihm tanzen.

Ihr Hit geht bereits viral
COSMÓ:
Das freut mich wahnsinnig und ist eine große Ehre! Wir arbeiten auch schon daran, dass es dann auch tatsächlich einen echten Tanzschein gibt. Das soll sozusagen ein Führerschein fürs Fortgehen sein 

Für den ESC legen Sie das Studium auf Eis. Was sagt denn da Ihre Mama dazu?
COSMÓ:
Wir haben davor schon darüber gesprochen, falls das wirklich so passieren sollte. Ich werde mich jetzt mal beurlauben und mich einfach mal auf Mai konzentrieren.

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Was darf man von Ihrer ESC-Show erwarten?
COSMÓ:
Wir werden schauen, was wir von dem Vorentscheid übernehmen, um damit ganz Europa zu begeistern. Wir probieren, so viele Menschen wie möglich zum Tanzen zu bringen.

© Sat1

Sie haben Ihren Look vor der ORF-Show stark verändert.
COSMÓ:
Ich habe meinen Look radikal geändert. Cosmo ist ja erst kurz vor dem Live-Casting entstanden. Aber Benjamin Gedeon gibt es ja doch schon eine Zeit lang. Ich finde es schön, wenn man diesen Prozess sieht: wie ich eigentlich hierher gekommen bin und wie das alles angefangen hat mit dem Singen.

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Wie geht es nach dem Song Contest weiter?
COSMÓ:
Das Studium würde ich gerne fertig machen. Ich würde aber auch gerne schauen, wo mich die musikalische Reise hinführt. Dass ich Musik in meinem Leben weitermache, das ist ein Fixpunkt: Die Musik wird mich in meine Leben immer begleiten.

Beim letzten ESC Heimspiel 2015 gab es 0 Punkte für Österreich. Können Sie versprechen, dass das nicht noch einmal passiert
COSMÓ:
The Makemakes haben das damals auf ihre eigene Art gemacht und wir werden es jetzt natürlich auf unsere Art machen. Man kann natürlich prognostizieren, aber was dann wirklich rauskommt, werden wir erst am 16 Mai sehen.

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Cosmó mit oe24-Reporter Thomas Zeidler-Künz

Welche Schlagzeile wollen Sie am 17. Mai über Sich lesen?
COSMÓ:
Am 17.Mai möchte ich lesen : „Europa hat den Tanzschein-Tanz getanzt!.

„Cosmó hat uns den Schas schon wieder gewonnen!“ würde man aber auch nehmen, oder?
COSMÓ:
Natürlich nehme ich das! Ich gehe mit der Einstellung hin, dass ich das Beste gebe!

Interview: Thomas Zeidler-Künz