Mit einem Dancefloor-Stampfer und einer gehörigen Portion Witz - inklusive Stehchoreografie - konnte am Freitagabend der jüngste Teilnehmer bei der österreichischen Vorausscheidung das Rennen für sich entscheiden.
Der 19-jährige, in Budapest geborene Burgenländer Cosmó setzte sich mit "Tanzschein" durch.
- Endlich fix: Cosmo ist unser ESC-Star
- Nachlesen - ESC-Show im LIVE-Ticker: Cosmo tritt für uns an!
- Hartes Urteil für ESC-Show: "Zum Fremdschämen! Warum müssen ORF-Shows immer so peinlich sein?"
Im Mai auf der großen Bühne
Mit der letzten Startnummer ins Rennen gestartet, wusste er zu überzeugen. Er habe den Song, mit dem er sich nun am 14. und 16. Mai auf der ganz großen ESC-Bühne in der Wiener Stadthalle präsentieren wird, für seine tanzfreudige "Mama" geschrieben. Er wolle nun auch für seine Mutter antreten, sagte er unmittelbar nach seiner Kür zum ESC-Teilnehmer. Die Idee zu dem Song sei ihm bei einem Lauf durch den Grünen Prater eingeschossen.
Erste Reaktion von Cosmo
Auf der Pressekonferenz nach der ESC-Entscheidung sagte Cosmo: "Ich bin überraschend ruhig." Sein erster Gedanke sei gewesen, "jetzt nur kein blödes Gesicht machen". Seinen großen Auftritt im Mai für Österreich kommentiert er mit einem Augenzwinkern "als zweiten Zivildienst".
In Wien lebende Musiker
Auf der heimischen Ausscheidungsbühne animierte der im burgenländischen Halbturn hart an der ungarischen Grenze aufgewachsene, mittlerweile in Wien lebende Musiker und Zahnmedizinstudent die Zuseherinnen und Zuhörer gekonnt zu ausladendem Fuß- und Kopfwippen. Der Song, getaucht in Retro-Clubfeeling mit Augenzwinkern, könnte ebenso als Abgesang an, wie auch als Reanimationsversuch der klassischen Disco gewertet werden - fast schon ESC-hauptbühnentaugliche Bühnenshow mit bizarren Tierwesen inklusive.
Die ersten Minuten nach der Verkündigung der Entscheidung gegen 23 Uhr teilte Benjamin Gedeon - alias Cosmó - mit seiner Band und Bühnentruppe. Der ESC habe auf ihn durchaus "einschüchternd", aber letztlich auch "zu verlockend" gewirkt. Dass er nun den ganzen Weg dorthin bewältigt hat, erschien ihm in einer ersten Reaktion auf der Showbühne surreal.
Junges Alter, viel musikalische Erfahrung
Cosmós Mutter stammt aus Ungarn, sein Vater aus Deutschland. In Richtung Musik zog es ihn bereits sehr früh. Österreichs ESC-Vertreter spielt Gitarre, Klavier und erhielt Gesangsunterricht bei einer Grazer Opernsängerin. Seine Lieder schreibt der 19-Jährige seit dem Sommer 2024 in Kooperation mit dem Produzenten und Schlagzeuger der burgenländischen Indie-Band Garish, Markus Pemer (Garish). Bereits zwei Jahre davor gründete Cosmó seine Liveband namens The Thumbs. Ebenfalls 2022 erreichte Österreichs Neo-ESC-Sänger bei der deutschen TV-Castingshow "The Voice Kids" das Finale - nun löste Cosmó den "Tanzschein" für die Bühne beim weltgrößten Musikwettbewerb.