Conchita konnte man mit Collier nicht locken

AIDS Solidarity Gala

Conchita konnte man mit Collier nicht locken

"Ich bin nicht so eine Kettenfreundin", meinte die Sängerin mit dem Bart.

Viele Blumen im Haar und auf Kleidern, Champagner und bietfreudige Prominente waren heute, Samstag, die Zutaten beim Sektempfang vor der Aids Solidarity Gala, die traditionell im Vorfeld des Life Balls stattfindet. Durchaus in Auktionslaune zeigten sich etwa Schauspieler Billy Zane und Model Werner Schreyer - Song Contest-Gewinnerin Conchita Wurst kam dagegen eher zum Schauen.

Bietfreudig
Zur Versteigerung gelangten heute unter anderem ein Collier von Chopard und das Original-Life Ball-Plakat von David LaChapelle. "Hätte man mir das gesagt, hätte ich gerne auch eines meiner Gemälde für die Auktion hergegeben", meinte Zane im APA-Gespräch. Der Schauspieler kam zwar im Anzug, trug aber eines seiner eigenen Werke als T-Shirt darunter. Der Dresscode war - gemäß dem heurigen Motto des Life Balls "Garten der Lüste" - auch sehr floral. Neben funkelnden Blumenkleidern und flatternden Schmetterlingen kam etwa Schauspielerin Marika Lichter mit einem riesigen Blumengesteck im Haar.

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    "Es rennt", meinte Life Ball-Organisator Gery Keszler knapp auf die Frage wie er bis jetzt mit seinem Event zufrieden sei. Kein Wunder, waren doch viele der Gäste schon Life Ball-Routiniers. Der erste Ball ist es hingegen für Ski-Star Marcel Hirscher. "Bis jetzt sehr entspannt", urteilte er. Er erwarte sich aber schon eine "schrille, schräge Veranstaltung" - einfach eine "coole Geschichte". "Es ist toll, wie viel der Life Ball bei Aufklärung, Toleranz und Offenheit bewirkt hat", meinte Hirscher. Ob er bei der Gala - moderiert von Schauspielerin Konstanze Breitebner - auch bieten wolle, wusste der Skifahrer noch nicht. Ganz im Gegensatz zu Model Werner Schreyer, der sich schon vorstellen konnte, das eine oder andere Gebot abzugeben.

    Conchita keine Kettenfreundin
    Mit dem Chopard-Collier konnte man Song Contest-Queen Conchita Wurst dagegen nicht locken. "Ich bin nicht so die Kettenfreundin", sagte die Sängerin, die ganz in Schwarz und tatsächlich kettenlos zum Sektempfang kam. Ihre Sache seien eher Ringe, erklärte Wurst. Die verschiedenen Outfits für heute auszusuchen hätte ihr und ihrem Stylisten jedenfalls großen Spaß gemacht: "Ich weiß noch gar nicht, wie viele Outfits es im Endeffekt werden. Das passiert ganz nach Lust und Laune", so die Song Contest-Gewinnerin. Schick müsse es jedenfalls sein, denn: "Gut auszusehen, ist eine Form des Respekts anderen gegenüber. Das hat mir meine Oma beigebracht", berichtete sie. Zu oft wolle sie allerdings nicht zwischen verschiedenen Kleidern wechseln: "Ich bin ja nicht Cher!"

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      Einstimmung
      Die Gelegenheit zur Einstimmung auf den Ball nutzten aber auch Regisseur Robert Dornhelm, das Transgender-Model Carmen Carrera, Fotograf David LaChapelle und Hans Knauss. Sie bewunderten nicht nur den "Baum des Lebens" im Schweizerhof, sondern auch den Life Ball-Audi der dort geparkt war. Genug Möglichkeiten zu plaudern gab es jedenfalls: "Huch, nicht den Damen auf die Schleppe steigen", brachte einer der Galagäste den durchaus gut gefüllten Hof auf den Punkt. Der ehemalige US-Präsident Bill Clinton kam dagegen direkt vom Empfang bei Bundespräsident Heinz Fischer, ging durch die Hofburg zur Gala und enttäuschte so die durchaus große Zahl an Zaungästen in der Hofburg.

      Ein bisschen zu spät, aber doch kam dann noch einer der Stargäste durch die Vordertüre: Sängerin Courtney Love, flankiert von zwei stützenden Herren, huschte Richtung Gala. Sie hatte allerdings Zeit genug, einen Wunsch zu äußern: Am selben Tisch wie Starfotograf David LaChapelle zu sitzen.

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