Die größten Mythen rund ums Essen

Aufgedeckt!

Die größten Mythen rund ums Essen

Rund um das Thema Ernährung halten sich einige Mythen hartnäckig. Wir haben die Essens-Vorurteile unter die Lupe genommen. Was stimmt und was stimmt nicht?

Diashow Die gefährlichsten Lebensmittel

Rohe Eier

In rohen Eiern lauern Salmonellen.


Der beste Schutz: Eier kühl und nicht zu lange lagern und bei der Zubereitung über 75 Grad erhitzen.

Muscheln

Fast alle Muschelarten können Nervengifte enthalten, die schwere Vergiftungserscheinungen wie Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen hervorrufen können.


Der beste Schutz: Frische Muscheln nicht in der Haupt-Algenzeit (Mai bis August) verzehren. Beim Kochen darauf achten, dass die rohen Muscheln geschlossen sind. Nach dem Kochen müssen Sie sich alleine öffnen.

Rohes Fleisch

Rohes Fleisch kann Keime enthalten, die zu Infektionen führen können. Neben Salmonellen, die vor allem in Geflügel vorkommen, kann auch die Infektion mit Listerien oder Bandwürmern unangenehme Folgen haben.


Bester Schutz: Immer gut durchgaren!

Roher Fisch

Roher Fisch kann mit Keimen belastet sein, zB mit Listerien. Diese können Fieber und Durchfall verursachen.


Bester Schutz: Schwangere, Kleinkinder und Menschen mit geschwächtem Immunsystem sollten keinen rohen Fisch verzehren.

Wein und Schnaps

Alkohol ist ein starkes Nervengift, das zu Rauschzuständen führt und langfristig Leber und Gehirn schadet.


Bester Schutz: Höchstes ein Glas am Tag trinken.

Rhabarber

Rhabarber enthält Oxalsäure, die im Übermaß zu Nierensteinen führen kann. Je reifer und je grüner die Stängel, desto höher der Gehalt an Oxalsäure.


Bester Schutz: Nur im Frühsommer verzehren.

Wildpilze

Durch Verwechslungen kommt es jedes Jahr zu Pilzvergiftungen. Zum Beispiel mit dem Knollenblätterpilz.


Der beste Schutz: Nur Pilze pflücken, bei denen Sie sich absolut sicher sind, dass diese nicht giftig sind.

Rohe Bohnen

Rohe Bohnen enthalten den Giftstoff Phasin, der zu Erbrechen, Durchfall und sogar zum Tod führen kann. Der Stoff wird beim Kochen zerstört.


Bester Schutz: Bohnen mindestens zehn Minuten lang gar kochen.

Kartoffeln

Kartoffeln enthalten Solanin, ein Alkaloid, das ein Brennen im Hals, Übelkeit sowie Schweißausbrüche und Atemnot verursachen kann. Der Giftstoff wird bei falscher Lagerung verstärkt gebildet.


Der beste Schutz: Kartoffeln immer kühl und dunkel lagern.

Gegrilltes Fleisch

Durch die hohen Temperaturen können beim Grillen schädliche Stoffe gebildet werden. Diese sind krebserregend.


Der beste Schutz: Grillgut auf Alufolie legen, schwarze Stellen wegschneiden.

Kaffee

Kaffee enthält das Nervengift Koffein, das in höheren Konzentrationen zu Herzrasen, Schwindel und Nervosität führen kann.


Der beste Schutz: Maximal 4 Tassen am Tag trinken.

Rohmilch

In Rohmilch können sich gefährliche Bakterien, wie zb Listerien, vermehren. Beide Keime können Durchfälle hervorrufen.


Der beste Schutz: Pasteurisierte Milch kaufen.













Muskatnüsse

Muskatnüsse enthalten den gefährlichen Stoff Myristicin - dieser kann Halluzinationen auslösen. Für Kinder sind 2 Muskatnüsse bereits gefährlich.


Der beste Schutz: Nur als Gewürzprise verwenden.

Honig

In Honig können Bakterien enthalten sein, die ein für Babys tödliches Gift produzieren.



Bester Schutz: Honig ist im ersten Lebensjahr absolut tabu.

Erdnüsse

Nüsse gehören zu den häufigsten Allergieauslösern. Vor allem Erdnüsse können auch in kleinsten Mengen schwere Symptome auslösen.


Bester Schutz: Menschen mit Allergie müssen Nüsse unbedingt meiden.

Selbst gemachte Fleischkonserven

In Konservendosen vermehrt sich das Bakterium Clostridium botulinum besonders gut. Es bildet eines der stärksten natürlichen Gifte - das Botulinumtoxin. In Industriekonserven ist eine Vergiftung mit Clostridien inzwischen nahezu ausgeschlossen. In selbst gemachten Konserven hingegen werden selten die hygienischen Bedingungen erreicht, um die Bakterien vollständig abzutöten.


Bester Schutz: Nach außen gewölbte Konserven sofort wegschmeißen.

Unreife Tomaten

Grüne Tomaten enthalten das Alkaloid Solanin, das zu Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen führen kann.



Der beste Schutz: Nur reife Tomaten essen.

Chips und Frittiertes

Chips, Pommes und Kekse enthalten gefährliche Transfettsäuren, die langfristig Herzkrankheiten verursachen.


Der beste Schutz: Nur in Ausnahmefällen genießen.

Rohe Hollunderbeeren

Rohe Holunderbeeren enthalten Sambunigrin - ein Stoff, der dem Gift der Tollkirsche ähnelt. Der Verzehr führt zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Erst beim Erhitzen wird der Giftstoff zerstört.


Der beste Schutz: Hollunderbeeren nie roh essen!

Rohe Bambussprossen

Rohe Bambussprossen enthalten ein Blausäureglykosid, aus dem im Darm ein Gift gebildet wird.


Bester Schutz: Nur gekocht verzehren!

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Grüne Stellen an Kartoffeln sind giftig
Stimmt.
Grüne Stellen und Keime enthalten den giftigen Stoff Solanin. Dabei handelt es sich um eine bitter schmeckende Substanz, die in Nachtschattengewächsen wie Kartoffeln und Tomaten gebildet wird. Allerdings ist das kein Grund, die Kartoffel wegzuschmeißen, ein großzügiges Abschneiden reicht.

Kaugummi verklebt den Magen
Stimmt nicht. Einen Kaugummi zu verschlucken, ist absolut unbedenklich. Kaugummis bestehen aus Kaugummibase, Zucker oder Süßstoff, Mais-Sirup, Aromastoffen und Zusätzen, welche die Kaumasse geschmeidig machen. Sie sind zwar unverdaulich, aber Nichtverdauliches in kleinen Mengen verlässt den Magen durch den Darm.

Spinat darf man nicht aufwärmen
Stimmt nicht.
Spinat enthält relativ viel Nitrat, das an sich nicht schädlich ist. Es kann aber bei langer Lagerung oder Wärme in Nitrit umgewandelt werden, aus dem krebserregende Nitrosamine entstehen können. Wenn Sie Spinat nach der Zubereitung nicht lange warmhalten und die Reste im Kühlschrank aufbewahren, so können Sie das grüne Gemüse auch am nächsten Tag noch genießen.

Braune Eier sind nahrhafter als weiße
Stimmt nicht. Die Farbe der Schale hat nichts mit dem Nährwert zu tun. Aber braune Eier sind oft teurer. Nicht, weil sie besser sind, sondern weil die Hühner, die sie legen, weniger legefreudig und so seltener auf einer Farm vertreten sind.

Einmal am Tag muss man warm essen
Stimmt nicht. Nahrung kühlt bereits im Mund ab. Und wenn sie im Magen angekommen ist, hat sie annähernd die gleiche Temperatur wie kaltes Essen, das sich beim Kauen in der Mundhöhle erwärmt. Viel wichtiger ist was gegessen wird.

Fettarm macht dünn
Stimmt nicht. Der menschliche Körper fühlt sich bei fettarmen Produkten um seine Kalorien betrogen. Das nächste Hungergefühl stellt sich viel schneller wieder ein.

Kaffee entzieht dem Körper Wasser
Stimmt nicht. Grundsätzlich gibt es keinen wissenschaftlichen Beweis, dass bestimmte Getränke bei normalem Verzehr den Flüssigkeitshaushalt des Körpers beeinflussen. Bei Kaffee gilt: Erst ab vier Tassen produziert der Körper tatsächlich mehr Urin.

Cola und Salzstangen helfen gegen Durchfall
Stimmt nicht. Cola enthält viel Zucker, das verstärkt das Ausscheiden von Wasser durch den Darm. Das Koffein regt zudem die Nieren an.

Drei Liter pro Tag trinken
Stimmt nicht. An normalen Tagen (nicht zu heiß, gesund,...) sind 1,5 Liter bis 2 Liter ausreichend. Gesunde Menschen können einfach auf ihr Durstgefühl hören. Bei älteren Menschen und Kindern sollte man darauf achten, dass diese ausreichend trinken.

Kartoffeln und Nudeln machen dick
Stimmt nicht.
In Maßen genossen sind kohlenhydratreiche Lebensmittel kein Problem. Kohlenhydrate machen sogar länger satt.

Dunkles Brot ist gesünder als helles Brot
Stimmt nicht immer. Eine dunkle Farbe ist nicht unbedingt ein Hinweis auf Vollkorn. Oft werden gezuckerte Weizenbrote einfach dunkel eingefärbt (zum Beispiel mit Malz). Achten Sie auf die Inhaltsstoffe!

Spinat enthält viel Eisen
Stimmt nicht.
Ein weit verbreiteter Irrtum. In 100 Gramm Spinat findet man vier Milligramm Eisen. Sogar in Schokolade steckt mehr Eisen.

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