Österreichs Radfahrer sind zufrieden

Mit Bedingungen

Österreichs Radfahrer sind zufrieden

Sechs von zehn österreichischen Radfahrern sind mit den Bedingungen in ihrem Wohnort zufrieden. Das zeigt eine VCÖ-Umfrage, bei der österreichweit rund 2.500 Radfahrer befragt wurden. Verbesserungsbedarf orteten dennoch viele: So sei die Zahl an Abstellanlagen vielerorts zu gering, die Verkehrssicherheit erlebte fast jeder zweite als nicht ausreichend.

Rad statt Auto

Fast jeder zweite Befragte gab an, auf einzelnen Strecken vom Auto auf das Rad umgestiegen zu sein. 37 Prozent der Befragten wollen heuer häufiger Rad fahren als im Vorjahr. Und 48 Prozent legen heute Strecken mit dem Fahrrad zurück, für die sie früher das Auto benützt haben. "Die Hauptmotive können zusammengefasst werden mit: Radfahren wird als umweltfreundlicher, gesünder und kostengünstiger als Autofahren gesehen und Radfahren macht Freude und Spaß", fasste VCÖ-Experte Markus Gansterer zusammen.

Knapp mehr als die Hälfte gab an, dass sich die Bedingungen zum Radfahren in ihrem Wohnort verbessert haben, acht Prozent sahen Verschlechterungen. Die VCÖ-Umfrage zeigte, dass vier von zehn Radfahrern mit der Situation zum Radfahren unzufrieden sind. Zwei Drittel beklagten den Mangel an Abstellanlagen in ihrer Gemeinde.

Verkehrssicherheit

Bei der Verkehrssicherheit orteten ebenfalls viele Radfahrer Verbesserungsbedarf. Immerhin 38 Prozent fühlen sich beim Radfahren in ihrem Ort wenig sicher, acht Prozent sogar gar nicht sicher. Acht von zehn Biker wurden bereits von Handy-telefonierenden Autofahrern in eine gefährliche Situation gebracht, jeder zweite öfters bzw. sehr oft. Zwei Drittel gaben an, dass sie von Autos nicht mit genügend Abstand überholt werden. "Mehr und mehr Autofahrer sind auch Radfahrer. Damit wird das gegenseitige Verständnis zunehmen. Aber es braucht auch verkehrstechnische Maßnahmen und verstärkte Bewusstseinsarbeit", sagte Gansterer.

Abkürzungen
Fast drei Viertel der Befragten wünschten sich mehr Abkürzungen, etwa Unterführungen, Fahrradbrücken oder die verstärkte Öffnung von Einbahnen. Sieben von zehn wollten mehr Platz zum Radfahren im Straßenraum sowie mehr Radwege entlang von Freilandstraßen.
 

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