(c) APA/Walter Horvath

Nach Schießerei

Polizeibeamte werden psychologisch betreut

Nach der Schießerei in Deutschkreutz werden die beiden Polizisten, die Augenzeugen des tödlichen Zwischenfalls wurden, psychologisch betreut.

Ein 37-jähriger Mittelburgenländer hat am Mittwochabend einen 27-Jährigen mit drei Pistolenschüssen schwer verletzt und sich anschließend selbst das Leben genommen.

Die tragischen Ereignisse im konkreten Fall in Deutschkreutz haben zwei junge Beamte miterlebt, die jedoch nicht mehr in das Geschehen eingreifen konnten.

Betreuung
Nach den besonders belastenden Ereignissen werden die betroffenen Beamten spezielles psychologisch betreut an. "Es treten sehr oft Ereignisse auf, wo man sich nicht wundern würde, wenn Beamte mit der Aufarbeitung der Situation ein Problem hätten", erklärte Bezirkspolizeikommandant Emmerich Schedl. Das beginne bei Gewaltdelikten, schweren Verkehrsunfällen mit Todesopfern und reiche bis hin zu Amtshandlungen, bei denen Beamte massiv mit dem Tod bedroht werden: "Solche Sachen treten leider regelmäßig auf."

Streit war Auslöser
Ein Streit zwischen den beiden Männern, die sich bereits seit Jahren kannten, war Auslöser für die anschließende Verfolgungsjagd. Der 37-Jährige soll seinem Bekannten an dem Abend seine mehr als nur freundschaftlichen Gefühle gestanden haben. Daraufhin stieg der 27-jährige gelernte Kfz-Mechaniker in sein Auto und fuhr davon. Bei der Exekutive wollte man dies unter dem Hinweis auf den Schutz der Grundrechte weder bestätigen noch dementieren.

Kurzschluss
Der 37-Jährige verfolgte ihn daraufhin mit seinem Transporter bis zum Ortseingang von Deutschkreutz. Dort schoss er auf den 27-Jährigen, nachdem dieser angehalten hatte. Anschließend richtete er die Waffe gegen sich selbst. Er hinterlässt eine Frau und zwei Kinder.

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