Serben versuchten sich als Erpresser

Schmalspur-Mafia

Serben versuchten sich als Erpresser

Die Verdächtigen drangen in Wohnung ehemaliger Schulkollegen ein und verlangten Schutzgeld.

Unter dem Verdacht der schweren Erpressung stehen zwei 20-Jährige: Die beiden Serben sollen laut NÖ Sicherheitsdirektion Mitte Jänner in Vösendorf (Bezirk Mödling) nächtens in eine unversperrte Wohnung eingedrungen sein und von zwei ehemaligen Schulkollegen monatliche "Schutzgeld"-Zahlungen in Höhe von 300 Euro verlangt haben. Andernfalls würden sie Probleme bekommen.

Drohungen
Nachdem die jungen Männer (20 und 22) der Aufforderung nicht nachkamen, sollen sie mit Misshandlungen und Gewalttätigkeiten bedroht worden sein. Die beiden Verdächtigen hätten weiters erzählt, dass anderen Personen, die sich geweigert hätten, Schutzgeld abzuliefern, Finger abgeschnitten worden seien. Da der 22-Jährige kein Geld daheim hatte, hätten die Serben dann ein Playstation-Spiel und eine DVD mitgehen lassen.

Hinter Gittern
In der folgenden Nacht soll ein Serbe mit vier Unbekannten nochmals gekommen sein. Als die beiden jedoch die Tür nicht öffneten und die Polizei verständigten, sei die Gruppe geflüchtet. Seitdem hätten sich die beiden Bedrohten nicht mehr in die Wohnung zurückgetraut. In den folgenden Wochen kam es zu keinen weiteren Kontaktaufnahmen seitens der Verdächtigen - laut Sicherheitsdirektion eventuell deshalb, weil einer der Serben wegen einer schweren Körperverletzung seit Monaten in der Justizanstalt Wien-Simmering in Strafhaft ist und nur selten Haftausgang hatte.

"Freundschafsbesuch"
Nach Darstellung der Verdächtigen habe es sich lediglich um einen "Freundschaftsbesuch" gehandelt, das Spiel hätten sie sich nur ausgeborgt. Beide bestritten bei ihrer Einvernahme Ende Jänner, jemanden erpresst oder bedroht zu haben, was allerdings in der Zwischenzeit durch weitere Zeugenaussagen widerlegt worden sei. Der zweite Verdächtige wurde in die Justizanstalt Wiener Neustadt eingeliefert.

Es bestehe der Verdacht, dass das Duo weitere gleich gelagerte Taten begangen habe.

Hinweise sind an den Dauerdienst des Landeskriminalamtes für Niederösterreich, Tel. 059133/30 3333, zu richten.

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