Chronik

Alarm- Stufe Rot am Opernball

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Hochsicherheitstrakt Staatsoper: So soll der Ball der Bälle jetzt geschützt werden.

5.000 Gäste, darunter der Bundeskanzler, der Bundespräsident, etliche Minister und die Crème de la Crème der heimischen Society. Dazu mehr als eine Millionen Zuschauer an den TV-Geräten in Österreich und noch einmal Millionen, die das Event im Ausland mitverfolgen. Heute Abend geht mit dem 60. Wiener Opernball der Höhepunkt der heurigen Faschings­saison über die Bühne. Aber: Heuer herrscht begründete Angst vor Terroranschlägen, nicht nur wegen des Star-Aufgebots. Erste Promis haben deshalb bereits ihre Teilnahme am Abend abgesagt.

Europol: Akute Warnung vor Terroranschlägen

Hintergrund: Schon zu Silvester hatten die Behörden vor ISIS-Angriffen in europäischen Hauptstädten gewarnt. Letzte Woche dann sprach Europol von einer akuten Gefahr „groß an­gelegter Terroranschläge“. Kein Wunder also, dass jetzt auch am Opernball aufgerüstet wurde. Zwar gibt es laut Behörden keine aktuelle Bedrohung für heute Abend, trotzdem wurde vorgesorgt:

Einfahrtsschleusen, Taschen- Kontrollen und Spürhunde

Insgesamt werden bis zu 300 Polizisten (Stand Mittwoch und ohne die eigenen Securitys der Oper) im Einsatz sein.

„Schon seit Tagen wird genau kontrolliert, was in die Oper hineinkommt“, erklärt Patrick Maierhofer von der Wiener Polizei. Auch zivile Beamte stehen bereits seit Tagen vor dem Gebäude.

Bevor es heute Abend losgeht, wird es mehrere Begehungen geben. Auch Sprengstoff-Hunde sind im Einsatz.

An zwei Einfahrtsschleusen werden ab 20 Uhr Gäste und Fahrzeuge kontrolliert.

Und: Auch der ORF wird heuer nicht am Red Carpet, sondern in der Oper seine Interviews führen. Offiziell aber nicht wegen Terror-Angst, sondern aus „konzeptionellen Gründen“.

D. Müllejans

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