Capitals-Präsident: Giftdrohung per Post

Drohbrief

Capitals-Präsident: Giftdrohung per Post

Nach Red Bull wurde nun auch Capitals-Präsident Schmid mit Giftanschlag bedroht.

Den erfolgreichen Unternehmer Hans Schmid (72) kann kaum etwas erschüttern. Einst gründete er Österreichs größte Werbeagentur und die Zeitschrift Wiener: Jetzt wird der erfolgreiche Eishockey-Präsident der Vienna Capitals verfolgt, die Mordermittler des Landeskriminalamtes fahnden nach dem anonymen Verfasser eines Drohbriefs.

Keine Forderung des
anonymen Briefschreibers
Schmid hat das Schreiben, das ÖSTERREICH vorliegt, vor fünf Tagen erhalten. Noch kann sich der gebürtige Villacher, der auch zu einem der Groß-Winzer Wiens aufgestiegen ist, keinen Reim auf den Brief machen: „Wahrscheinlich handelt es sich um einen Psychopathen“, sagt Hans Schmid auf ÖSTERREICH-Anfrage.

Die Causa erinnert an den Erpressungsfall um Red Bull: Der Verfasser behauptet, Produkte aus dem Hause Schmid mit Rattengift injiziert zu haben – laut Polizei wahrscheinlich eine „leere Drohung“. Anders als im Krimi um Red-Bull-Boss Didi Mateschitz, stellt der Schmid-Bedroher auch keine Forderungen: „Es geht mir nicht um Geld, es handelt sich ausdrücklich nicht um eine Erpressung“, schreibt er.

Wer hinter dem Brief steckt, kann sich Schmid nicht vorstellen: „Das ist mir unbegreiflich.“ In seinem Unternehmen gebe es momentan lediglich eine arbeitsrechtliche Auseinandersetzung. Schmid: „Die muss letztinstanzlich erst noch entschieden werden, ist noch offen. Mit diesem Fall aber hat das anonyme Schreiben sicherlich überhaupt nichts zu tun.“

Brief wird von Polizei
auf Spuren untersucht
Die Ermittler des Landeskriminalamts nehmen das anonyme Schreiben natürlich ernst, halten eine tatsächliche Bedrohungslage aber für unwahrscheinlich. Der Brief liegt inzwischen bei der Kriminaltechnik, wird auf mögliche Spuren untersucht.
Hans Schmid kann sich die Drohung nicht erklären: „Ich verstehe es nicht, ich habe mit niemandem einen Wickel“, sagt er.

Red Bull: Erpresser am 28. August vor Gericht

Die Erpressung des Getränke-Imperiums von Didi Mateschitz sorgte Anfang des Jahres für Schlagzeilen. Ein 47-jähriger, gescheiterter Unternehmer aus dem Burgenland soll von Red Bull 3,6 Millionen Euro gefordert haben. Er drohte damit, Dosen des Konzerns in Lebensmittelmärkten mit Fäkalkeimen und Hepatitis-Viren zu kontaminieren. Immer wieder hatte der Verdächtige Red Bull per Brief, E-Mail und SMS kontaktiert.

Zu einer Geldübergabe ist es nie gekommen. Der 47-Jährige wurde von der Polizei im April im Bezirk Mödling festgenommen, sitzt seitdem in Untersuchungshaft.
Die Staatsanwaltschaft wirft ihm in ihrer Anklage versuchte, schwere Erpressung in zwei Fällen vor. Neben Red Bull soll der 47-Jährige ein weiteres Unternehmen aus Niederösterreich bedroht haben.

Der Prozess startet am 28. August. Laut Verteidiger wird der Angeklagte ein Geständnis ablegen.

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