Roland Weißmann

Weißmann bringt 3 Frauen für 4 Direktorposten

Drei neue ORF-Chefinnen

Neuer ORF-Chef Weißmann brachte sein Team mit sehr großer Mehrheit durch. 

Wien. Roland Weißmann war ja durchaus Skepsis wegen seiner ÖVP-Nähe entgegengeschlagen – davon war am Mittwoch bei der entscheidenden Sitzung des ORF-Stiftungs­rates nichts mehr zu merken: 32 von 35 Stimmer erhielt das neue vierköpfige Direktorium Weißmanns, nur die drei FPÖler enthielten sich der Stimme.
Mehr Frauen. ÖSTERREICH-Leser wissen: Die neue Chefetage wird jünger (die zweitjüngste aller Zeiten) und vor allem weiblicher, statt zwei sind jetzt drei von vier Führungsposten mit Frauen besetzt, bei den Landesstudios gibt es jetzt drei Frauen. Doch zurück zur Zentrale:

  • Programmchefin Stefanie Groiss-Horowitz (44) war schon beim ORF und kehrt von der Pro7-Gruppe zurück – sie trat dafür ein, bei der Programmplanung nicht immer zuerst aufs Budget zu schauen – ohne Grüne zu sein, sitzt sie quasi auf einem Grün-Ticket.
  • Finanzen. Das gilt auch für Eva Schindlauer (39), die bisher ORF-III-Chefin war – sie schreckte zuletzt nicht davor zurück, sich mit ORF-1-Channel-Managerin Lisa Totzauer anzulegen.
  • Radio. Frau Nr. 3 ist ein ORF-Profi: Ingrid Thurnher (59) hat die Mammutaufgabe, die Radios in den zentralen Newsroom zu integrieren. Sie war zuletzt ORF-III-Chefredakteurin und kehrt nach 30 Jahren zum Radio zurück.
  • Technikchef wird GIS-Geschäftsführer Harald Kräuter (51), ebenfalls ORF-Haudegen und seit 30 Jahren dabei.

Im neuen Jahr steigt ORF-Gebühr um bis zu 10 %

Gebühren.
Nächste Aufgabe Weißmanns wird die Anhebung für 2022 sein – den Antrag stellt zwar der ab­gehende Generaldirektor Alexander Wrabetz, Weißmann ist aber als Noch-Vizefinanzchef ohnehin eingebunden. Rechnet man strikt nach der Inflationsrate, müssten die Gebühren um mindestens 10 % steigen, in den ORF-Gängen ist derzeit von rund 8 % die Rede. Entscheiden wird das der Stiftungsrat frühestens bei seiner Sitzung im November.



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