In London gefasst
Fall Leonie: So flüchtete 4. Verdächtiger durch Europa
Wien. Rasuli Z. sitzt in London. Er wurde – wie berichtet – im östlichen Stadtteil verhaftet. In einem Hotel, in der meist Afghanen verkehren. Möglichst rasch soll er jetzt von London nach Wien überstellt werden. Doch es kann Wochen dauern, sollte er sich gegen seine Auslieferung juristisch wehren.
Rasuli Z. soll der Kopf jener Bande sein, die den Tod Leonies zu verantworten hat. Nach dem schrecklichen Tod der 13-jährigen Schülerin in einer Gemeindebauwohnung in Wien-Donausstadt flüchtete Z. Zuerst mit dem Zug nach Tirol. Von dort weiter nach Italien. Schließlich gelangte er via Calais nach London.
Zugriff. Z. dürfte in allen Ländern Kontakt zu afghanischen Gruppen gehabt haben. Schließlich machten Zielfahnder den 22-Jährigen im „Afghanen-Viertel“ Londons ausfindig, die britische Polizei nahm ihn fest.
Ermittler sind sicher: Er ist die zentrale Figur im Mordfall Leonie: Neben Hanafi Ali S., der sich selbst als 16-jähriger Flüchtling ausgegeben hat, aber schon 20 Jahre alt sein soll. Vor allem die beiden sollen Leonie am 26. Juni unter Drogen gesetzt und das Mädchen bis zum Eintreten des Todes vergewaltigt haben. Laut Ermittlungsakt forderte Hanafi Ali S. seinen Landsmann zum Missbrauch Leonies auf: „Sie ist nicht meine Freundin“, soll er gesagt haben. Rasuli Z. galt als Kapo der Afghanen-Clique, die anderen blickten zu ihm auf, respektierten ihn.
Asyl-Skandal. Der 22-Jährige sollte schon 2017 abgeschoben werden – Asylantrag abgelehnt. Doch er legte Beschwerde ein, blieb im Land. Es gilt die Unschuldsvermutung.
So flüchtet 4. Verdächtiger durch Europa
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